Bischof Ackermann will am Zölibat festhalten

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hält die Ehelosigkeit bei Priestern „für eine wertvolle Lebensform“. Wäre der Zölibat für katholische Geistliche nicht verpflichtend, würde „diese Lebensform verschwinden“. Wer ehelos lebe, komme dann schnell in den Verdacht, „dass bei ihm etwas nicht stimmt“, sagt er der „Südwest Presse“ (Donnerstag)

Bischof Stepan Ackermann (Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 [via Wikimedia Commons])

Ackermann, der Missbrauchsbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz ist, betonte, die Forscher der kirchlichen Missbrauchsstudie hätten betont, „dass der Zölibat nicht per se der Auslöser von Missbrauch ist“. Das widerspräche auch dem Befund, dass Missbrauch am häufigsten im familiären Umfeld geschehe. Lediglich in Kombination mit bestimmten Faktoren werde der Zölibat zum Risiko. Deshalb seien Auswahl, Ausbildung und Begleitung von Priestern wichtig.

Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hatte der „Zeit“-Beilage „Christ und Welt“ (Donnerstag) gesagt, mittelfristig sei eine Abkehr vom Pflichtzölibat in Deutschland denkbar. Die Verpflichtung zur Ehelosigkeit als einzigem Weg werde dann „möglicherweise der Vergangenheit angehören“, so Kohlgraf. Er würde es begrüßen, wenn es unterschiedliche Zugangswege zum Priesteramt gebe.

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