72-Stunden-Aktion der katholischen Jugend eröffnet

Mit einem Bühnenprogramm und Musik ist am Donnerstagabend in Würzburg die bundesweite 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) gestartet.

Foto: BDKJ-Bundesstelle / Philipp Jetschina

Rund 85.000 junge Menschen haben sich auf der Aktionswebseite als Teilnehmer registriert und beginnen jetzt mit ihren sozialen Projekten. Von Harrislee direkt an der dänischen Grenze bis Garmisch-Partenkirchen setzen sich rund 3.400 Aktionsgruppen aus katholischen Jugendverbänden und vielen weiteren Trägern für ihre Mitmenschen, für die Umwelt, für Solidarität und Gerechtigkeit, für Bildung sowie für ihr unmittelbares Zuhause ein.

„Tagtäglich macht ihr die Welt mit eurem Engagement ein bisschen besser. In den nächsten 72 Stunden nehmt ihr die Dinge selbst in die Hand und gestaltet unsere Welt als Experten mit“, erklärte der BDKJ-Bundesvorsitzende Thomas Andonie bei der Auftaktveranstaltung in Würzburg.

Während der kommenden drei Tage wollen die Aktionsgruppen auch Hilferufe absetzen und damit den Menschen in ihrer Umgebung die Möglichkeit zur Beteiligung an ihrem Projekt geben. Auf www.72stunden.de können Interessierte diese Hilferufe sehen und sich spontan an der Sozialaktion beteiligen.

Mit Videobotschaften wandten sich auch Schirmherrin und Bundesjugendministerin Franziska Giffey (SPD) sowie Kardinal Reinhard Marx als Schirmherr an die jungen Teilnehmer. „Euer Engagement macht unsere Welt besser“, betonte die Bundesministerin. „Ihr übernehmt Verantwortung und gestaltet mit, was in Deutschland passiert. Und das nicht nur 72 Stunden lang, sondern jeden Tag.“

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz betonte, die Jugendlichen zeigten, „dass unsere Gesellschaft auch gerade von jungen Menschen lebt, die sich für Andere engagieren“. Der Kardinal wird am Freitagnachmittag Aktionsgruppen in München besuchen. Giffey wird am Samstagvormittag bei einem Mitmachtheater der 72-Stunden-Aktion in Kassel dabei sein.

Grüne T-Shirts, gute Laune und bestes Wetter – voller Vorfreude und Tatendrang haben am Donnerstagnachmittag hunderte Kinder und Jugendliche bei zentralen Auftakt-Partys auch in den Städten und Kreisen des Ruhrbistums die 72-Stunden-Aktion eröffnet. Bis Sonntagnachmittag wollen rund 3600 junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Rhein, Ruhr und Lenne in mehr als 130 Projekten die Welt in ihrer Nachbarschaft ein Stückchen besser machen.

Dabei steht für die meisten von ihnen bereits seit Wochen fest, dass sie in den kommenden drei Tagen zum Beispiel Spielplätze einrichten oder reparieren, Müll sammeln, Bienenhotels bauen oder Begegnungsfeste mit Senioren organisieren. Einzelne Gruppen haben sich jedoch auch für die „Get it“-Variante der Aktion entschieden und haben erst bei den Auftakt-Partys ihr Überraschungsprojekt erhalten.

Dass die deutschlandweit vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) organisierte Aktion auch aus Sicht der Politik eine große Nummer ist, machten schon am Donnerstag viele Vertreter von Stadt-, Land- und Bundespolitik deutlich. So hatten sich etwa in Essen, Duisburg, Oberhausen und Bochum die jeweiligen Oberbürgermeister angesagt, um den Kindern und Jugendlichen Respekt zu sollen und ihnen persönlich alles Gute für ihr tatkräftiges Engagement zu wünschen. In Mülheim hat die SPD-Landtagsabgeordnete und frühere Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zudem die Schirmherrschaft über die Aktion in der Ruhr-Stadt übernommen. Gelsenkirchens Oberbürgermeister schickte als örtlicher Schirmherr kurz vor der Sitzung des Rates der Stadt eigens eine Videobotschaft.

Im Bistum Essen endet die 72-Stunden-Aktion am Sonntagnachmittag mit einer großen Party auf dem Essener Burgplatz. Ab 16 Uhr sind alle Teilnehmer und Besucher eingeladen. Auch Bischof Franz-Josef Overbeck – zusammen mit der grünen Europa-Abgeordneten Terry Reintke Schirmherr der Aktion auf Bistums-Ebene – wird dann mit den Kindern und Jugendlichen feiern.

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