Geburtsstätte Jesu Christi bleibt Unesco-Welterbe

Die Unesco streicht zwei Welterbestätten von der Gefährdeten-Liste. In Baku beschloss das Welterbekomitee am Dienstag, dass die Geburtsstätte Jesu Christi in den Palästinensischen Gebieten sowie die Salpeterwerke von Humberstone und Santa Laura in Chile wegen erfolgreicher Schutzmaßnahmen nicht mehr als bedroht gelten.

Die Geburtskirche Jesu (Foto: © Borya Galperin | Dreamstime.com)

Die Geburtsstätte Jesu Christi in Bethlehem zählt demnach seit 2012 zum Welterbe und wurde seitdem auf der Liste des gefährdeten Erbes geführt. Der zunehmende bauliche Verfall der Geburtskirche, der wachsende Tourismus und ein Tunnelbauprojekt hatten die Stätte bedroht. Inzwischen wurden umfassende Restaurierungsarbeiten an der Kirche vorgenommen. Die Welterbestätte umfasst laut der Unesco die Geburtskirche in Bethlehem, die umliegenden Klöster mit ihren Glockentürmen und Terrassengärten sowie den Pilgerweg, der sich vom Damaskustor in Jerusalem bis zur Geburtskirche erstreckt.

Die Salpeterwerke von Humberstone und Santa Laura in Chile wurden 2005 zum Erbe erklärt und noch im selben Jahr als gefährdet eingestuft. Mängel bei der Instandhaltung, der Diebstahl von Baumaterial und die Witterung hatten der Stätte stark zugesetzt, wie die Unesco erklärte. „Dank erfolgreicher Schutzmaßnahmen und der Umsetzung eines wirksamen Managementplans gelten die Salpeterwerke als nicht mehr bedroht“, so die Mitteilung. Die Salpeterwerke liegen in der Pampa del Tamarugal in der Atacama-Wüste. Von 1880 bis Anfang der 1960er Jahre arbeiteten zeitweise bis zu 3.700 Menschen dort und entwickelten ihre eigene sogenannte Pampino-Kultur.

Nun sind nach Unesco-Angaben noch 52 Stätten auf der Liste des gefährdeten Welterbes verzeichnet. Das Welterbekomitee tagt noch bis zum 10. Juli in Aserbaidschan.

kna
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