Töpfer: Afrika mehr unterstützen

Mehr Unterstützung für Afrika fordert Ex-Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU). Angesichts von bald zwei Milliarden Menschen brauche der Kontinent dringend wirtschaftliche Entwicklung und Arbeitsplätze, sagte der langjähriger Chef des UN-Umweltprogramms im Interview der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag). Das sei auch im Interesse Europas, weil damit Fluchtursachen „an der Wurzel bekämpft“ würden. „Bekommen die jungen Menschen in Afrikakeine Arbeit und Perspektive, werden sie sich auf den Weg nach Norden machen. Und wir wissen, welche Probleme wir damit in Europa und Deutschland bekommen.“

(Foto: Arno Mikkor/EU2017EE [CC BY 2.0])

Die für die Entwicklung des Kontinents benötigte Energie müsse „möglichst klimagerecht“ produziert werden, um den Klimawandel nicht noch weiter zu beschleunigen, mahnte Töpfer. Das sei zentrale Aufgabe der technologisch führenden Staaten wie etwa Deutschland. Diese Problematik werde aber hierzulande nicht richtig wahrgenommen. Sie sei „ein blinder Fleck“ in der Klimapolitik. Es gehe darum, gewaltige Entwicklungsdefizite auszugleichen – „zum Schutz des Klimas und zum Wohl aller Menschen weltweit“.Töpfer (81) war von 1987 bis 1994 Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in der Regierung von Helmut Kohl. 1998 wurde er Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) mit Sitz in Nairobi. Seine zweite Amtszeit endete 2006.

kna

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