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Soziologe Pickel wünscht sich von Kirchen neue Formate für Austausch

Die Kirchen könnten im Umgang mit der Corona-Krise nach Einschätzung des Soziologen Gert Pickel noch kreativer werden. „In punkto Gesprächsangeboten könnte man sicher überlegen, ob sich mehr Online-Formate anbieten, etwa via Skype“, sagte er im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Kleine Gesprächsrunden würden künftig stark nachgefragt werden, „weil die Aussprache über die aktuelle Situation immer wichtiger wird – je länger sie andauert“, so Pickel.

(Foto: Gert Pickel/CC0 1.0 Universell)

Wenn ein Angehöriger erkranke oder Menschen ihre Hochzeit verschieben müssten, würden sie dies eher in Seelsorge-Gesprächen thematisieren als im Gottesdienst, erklärte der Religionssoziologe.

Denkbar seien solche Gespräche auch „bei den sozialen Zusammenkünften im Umfeld der Kirche“, etwa beim Kaffee nach dem Gottesdienst oder im Bibelkreis. Dieser Bedarf zeige sich momentan bereits bei der Telefonseelsorge oder den Corona-Hotlines, die manche Gemeinden anböten.

Die Kirchen versuchten, aus der aktuellen Situation das Beste zu machen, betonte Pickel. „Einen gewissen Schub gibt es eindeutig bei digitalen Angeboten.“ Diese könnten auch über die Corona-Krise hinaus sinnvoll sein: „Schließlich sind wir keine besonders junge Gesellschaft. Wenn Menschen nicht mehr mobil sind, aber trotzdem an einem Gesprächskreis teilnehmen wollen, lässt sich der aktuelle Schub vielleicht nutzen, um ihnen digital etwas anzubieten.“

kna
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