Pflege-Pionierin Juchli an Corona gestorben

Liliane Juchli, Schweizer Krankenschwester, Pflege-Pionierin und katholische Ordensfrau, ist am Montag, 30. November 2020, im Alter von 87 Jahren nach einer Corona-Infektion gestorben. Das wurde am Dienstag bekannt.
Bern –Liliane Juchli, Schweizer Krankenschwester, Pflege-Pionierin und katholische Ordensfrau, ist am Montag im Alter von 87 Jahren nach einer Corona-Infektion gestorben. Das teilte der Schweizerische Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK am Dienstag mit.

–Symbolfoto: eliola/Pixabay

Liliane Juchli, Schweizer Krankenschwester, Pflege-Pionierin und katholische Ordensfrau, ist am Montag im Alter von 87 Jahren nach einer Corona-Infektion gestorben. Das teilte der Schweizerische Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK am Dienstag mit.

„Liliane Juchli hat sich, bereits durch eine hartnäckige Infektion geschwächt, mit Covid-19 angesteckt. Den Kampf gegen dieses Virus hat sie nun nicht mehr gewinnen können“, heißt es in einer Mitteilung des Schweizer Verbandes.

Wegbereiterinnen einer professionellen Pflege

Juchli, die dem Orden der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz angehörte, gilt als eine der Wegbereiterinnen einer professionellen Pflege und der dazugehörenden Ausbildung. Sie war Autorin des ersten deutschsprachigen Lehrbuchs für die professionelle Pflege. Das Lehrbuch, auch „die Juchli“ genannt, erschien 1973 erstmals und war lange ein Standardwerk. Für ihre Arbeit war sie unter anderem mit dem Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Sie formulierte mit den ‚Aktivitäten des täglichen Lebens‘ ein konzeptuelles Modell der Pflege. Ihre Bücher nannte sie einmal ihre Kinder.

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) würdigte die Verdienste, die sich die Ordensfrau um die Professionalisierung der Pflege erworben habe. „Schwester Juchli war eine der mutigsten und inspirierendsten Pflegefachfrauen im deutschsprachigen Raum“, erklärte Präsidentin Christel Bienstein. Ihr Name stehe für das von ihr entwickelte Pflegemodell der Aktivitäten des täglichen Lebens. „Wie vielen anderen Pflegefachpersonen auch, hat sie mir Kraft und Zuversicht vermittelt, wenn ich zweifelte und aufgeben wollte.“

kna

 

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