Generalvikar Pfeffer: Vatikanpapier „unfassbar“

Der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer hat das Nein des Vatikan zur Segnung homosexueller Paare kritisiert.

(Foto: Nicole Cronauge | Bistum Essen)

Der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer hat das Nein des Vatikan zur Segnung homosexueller Paare kritisiert. Die Argumentation der Glaubenskongregation bezeichnete er am Montagabend auf seiner Facebook-Seite als „unfassbar“. Sprache und Inhalt der Verlautbarung seien „erschreckend“. Er könne „allen Ärger, Zorn und Frust von so vielen Menschen verstehen“.

Pfeffer reagierte damit auf die am Montag verbreitete Erklärung der Vatikanischen Glaubenskongregation, laut der die katholische Kirche keine Vollmacht habe, homosexuelle Partnerschaften zu segnen. Da die Verbindungen von homosexuellen Paaren nicht dem göttlichen Willen entsprächen, könnten sie nicht gesegnet werden.

Pfeffer teilte auf Facebook ein Statement des Wormser Dompropstes Tobias Schäfer. „Den Segen Gottes zu spenden, wer immer ihn braucht, erbittet und ersehnt: Das kann und werde ich niemandem verweigern“, hieß es darin. Segen sei kein Instrument für moralisches Urteil, so Schäfer. „Was für eine Hybris zu glauben, wir müssten Gott vor mutmaßlich sündigen Situationen schützen; wir müssten den Segen Gottes schützen, dass er nur ja nicht die ‚Falschen‘ erreicht.“ Wo die Kirche glaube, sich zur Wächterin über den Segen Gottes machen zu müssen, sei sie „kein Segen mehr für die Welt“.

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