Zukunftsforscher: Deutsche trotzen Pandemie mit Optimismus

Die Deutschen bleiben trotz mehr als einem Jahr Pandemie mit Einschränkungen des Lebens und teilweise politischem Wirrwarr laut einer aktuellen Umfrage zuversichtlich.
Berlin – Die Deutschen bleiben trotz mehr als einem Jahr Pandemie mit Einschränkungen des Lebens und teilweise politischem Wirrwarr laut einer aktuellen Umfrage zuversichtlich. Laut der Repräsentativstudie des Opaschowski Instituts für Zukunftsfragen (OIZ), die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Donnerstag) vorliegt, wächst die Zuversicht sogar - der anhaltenden Krise zum Trotz. "Bei einem Großteil der Bevölkerung überwiegt nach wie vor die positive Einstellung zum Leben", so Institutschef Horst Opaschowski. "Es dominiert der optimistische Blick in die Zukunft."

(Symbolfoto: congerdesign/Pixabay)

Die Deutschen bleiben trotz mehr als einem Jahr Pandemie mit Einschränkungen des Lebens und teilweise politischem Wirrwarr laut einer aktuellen Umfrage zuversichtlich. Laut der Repräsentativstudie des Opaschowski Instituts für Zukunftsfragen (OIZ), die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Donnerstag) vorliegt, wächst die Zuversicht sogar – der anhaltenden Krise zum Trotz. „Bei einem Großteil der Bevölkerung überwiegt nach wie vor die positive Einstellung zum Leben“, so Institutschef Horst Opaschowski. „Es dominiert der optimistische Blick in die Zukunft.“

Abgefragt wurde zu drei Zeitpunkten der Pandemie von jeweils 1.000 Personen ab 14 Jahren die persönliche Zustimmung zur Aussage: „Bei mir überwiegt die positive Einstellung zum Leben. Trotz weltweiter Umwelt-, Wirtschafts- und Gesellschaftskrisen blicke ich optimistisch in die Zukunft.“ Im Januar 2020 stimmten 79 Prozent der Befragten der Aussage zu, im Juli 2020 waren es 84 Prozent und im Februar/März 2021 sogar 86 Prozent.

Männer und Ostdeutsche sind danach bei der letzten Befragung im Februar/März mit jeweils 88 Prozent etwas optimistischer als Frauen und Westdeutsche (jeweils 86), junge Leute im Alter von 14 bis 24 Jahren sind mit 91 Prozent gegenüber den über 80-Jährigen (74) besonders zukunftsfreudig. In der Krise praktizierten die Deutschen eine Lebenshaltung des „realistischen Optimismus“, interpretiert Opaschowski die Ergebnisse. „Die Sehnsucht der Bevölkerung nach einem guten und besseren Leben wird immer stärker.“

Subjektiv wachse die Hoffnung, obwohl es den Menschen objektiv nicht wesentlich besser ginge, so der Zukunftsforscher. „Die mentale Stärke überrascht. Mit der Dauer der Pandemie werden eher neue Kräfte freigesetzt: Statt Angst und Pessimismus herrschen Ausdauer, Zuversicht und Hoffnung vor.“

Insbesondere die junge Generation wünsche sich mehr Optimismus in Gesellschaft und Politik. „Sie wehrt sich gegen die Zukunftsungewissheit und will wissen, wie es nach der Pandemie weitergeht“, so Opaschowski. Das positive Lebensgefühl helfe der Jugend bei der Bewältigung der Krise. „Proaktiv nehmen die jungen Leute als realistische Optimisten die Herausforderungen der Zeit an. Sie ersetzen vielfach Hilflosigkeit durch Hilfsbereitschaft und Zukunftszweifel durch Zukunftsoptimismus“, erklärte der Forscher.

kna
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