Protestierende zeigen Woelki Rote Karte vor dem Kölner Dom

Anlässlich der Gründonnerstagsmesse im Kölner Dom wollen Protestierende von „Wir sind Kirche“ Erzbischof Rainer Maria Woelki die Rote Karte zeigen.

 

Köln – Anlässlich der Gründonnerstagsmesse im Kölner Dom wollen Protestierende von "Wir sind Kirche" Erzbischof Rainer Maria Woelki die Rote Karte zeigen. Vor Beginn des Gottesdienstes um 19.00 Uhr werde die Gruppe den Kardinal auf dem Platz vor dem Haupteingang der Kathedrale "symbolisch stellen", kündigte "Wir sind Kirche" im Erzbistum Köln am Donnerstagmittag an. Woelki habe seit seiner Rückkehr als Erzbischof "sein Verhalten nicht geändert".

Kardinal Rainer Maria Woelki –Foto: © bilder-erzbistum-koeln.de/Reiner Diart

Anlässlich der Gründonnerstagsmesse im Kölner Dom wollen Protestierende von „Wir sind Kirche“ Erzbischof Rainer Maria Woelki die Rote Karte zeigen. Vor Beginn des Gottesdienstes um 19.00 Uhr werde die Gruppe den Kardinal auf dem Platz vor dem Haupteingang der Kathedrale „symbolisch stellen“, kündigte „Wir sind Kirche“ im Erzbistum Köln am Donnerstagmittag an. Woelki habe seit seiner Rückkehr als Erzbischof „sein Verhalten nicht geändert“.

Die Gruppe verwies unter anderem auf ungeklärte Fragen zur Finanzierung der Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHKT), die seit zwei Jahren in Trägerschaft des Erzbistums steht. Auch habe sich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, irritiert über „das Zögern des Vatikan im Fall Woelki“ gezeigt. „Wir sind Kirche“ forderte Papst Franziskus auf, den Amtsverzicht des Kardinals anzunehmen. Von Woelki erwartet die Initiative „einen ernst gemeinten definitiven Rücktritt“. Lieber solle der Erzbischof gehen, als dass weiterhin viele Menschen die Kirche verließen.

Nachdem im Erzbistum Köln eine Vertrauenskrise entstanden war, ging Woelki vergangenen Oktober in eine von Rom angeordnete Auszeit. Bei seiner Rückkehr Anfang März wurde bekannt, dass er dem Papst seinen Rücktritt angeboten hat. Gleichzeitig warb Woelki um einen Neuanfang und eine zweite Chance. Über den Amtsverzicht muss Franziskus noch entscheiden.

Bischof Bätzing hat nach eigenen Worten wenig Verständnis dafür, dass sich der Vatikan mit der Entscheidung über das Woelki-Rücktrittsgesuch so lange Zeit lässt. Er wundere sich „über das Agieren Roms angesichts dieser tiefen Krise eines so bedeutenden Erzbistums“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz der Online-Ausgabe der „Rheinischen Post“.