Nikolaus-Groß-Medaille geht an Hans Reyser

Carla Reyser nahm für ihren erkrankten Ehemann die Nikiolaus Groß-Medaille aus den Händen von Stadtdechant Martin Janßen entgegen (Foto: Emons).

Bei ihrem Neujahrsempfang im Altenhof hat die katholische Kirche den langjährigen Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde, St. Mariae Geburt, Dr. Hans Ryser für seine Verdienste um das kirchliche Leben der Ruhrstadt mit ihrer Nikolaus-Groß-Medaille ausgezeichnet. Ryser war von 1973 bis 2003 stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes. Außerdem engagierte er sich bis zu dessen Auflösung (2007) im Vorstand des Gemeindeverbandes. Darüber hinaus hat der technische Volkswirt und dreifache Familienvater über viele Jahre als Schöffe des bischöflichen Schiedsgerichtes seine Lebenserfahrung eingebracht.

Da der 85-jährige Ryser, der sich seit 1960 ehrenamtlich in seiner Pfarrgemeinde, engagiert, aus gesundheitlichen Gründen die Auszeichnung nicht selbst entgegennehmen konnte, tat dies an diesem Freitagabend stellvertretend für ihn seine Frau Carla. In seinem Dankeswort, das sie verlas, erklärte Hans Ryser: Wir brauchen in unserer Kirche und in unserer Gesellschaft Menschen, die andere Menschen mit ihrem Vorbild begeistern und mitziehen können. Nur so können wir den zusehends um sich greifenden Egoismus überwinden und für ein tolerantes und friedliches Miteinander sorgen.“ Stadtdechant Michael Janßen, Pfarrer von St. Mariae Geburt, würdigte Hans Ryser als „einen Menschen mit einem ansteckenden Glaubensbekenntnis und einem offenen Herzen für seine Mitmenschen.“
Der Vorsitzende des Stadtkatholikenrates, Rolf Völker und Weihbischof Wilhelm Zimmermann, nutzen den im Haus der Evangelischen Kirche stattfindenden Neujahrsempfang der katholischen Stadtkirche, um für Fortschritte in der Ökumene zu werben. Völker wies unter anderem darauf hin, dass die christlichen Stadtkirchen auch 2018 zu einem ökumenischen Friedensgebet einladen werden (am 11. August) .
Vor dem Hintergrund des Pfarreientwicklungsprozesses sieht Weihbischof Zimmermann auf ökumenische Synergieeffekte hin, wenn es etwa um gemeinsame Veranstaltungen, Dienstleistungen  und Projekte, aber auch um die gemeinsame Nutzung von Kirchen und Gemeindezentren geht. Mit Blick auf die im Reformationsjahr 2017 erreichten Fortschritte in der Ökumene zitierte Zimmermann Papst Franziskus mit den Worten: „Der Wagen darf jetzt nicht auf den Rastplatz. Denn wer stehen bleibt, kehrt in Wahrheit um.“
Thomas Emons
Neues Ruhr-Wort

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