Jugend packt an

Gut zwei Wochen vor der 72-Stunden-Aktion des BDKJ sind bistumsweit mehr als 3600 Jugendliche für sozialen Einsatz in 129 Projektgruppen bereit.

(Foto: BDKJ)

Die letzten großen Vorbereitungen vor der großen 72-Stunden-Jugendaktion zwischen Duisburg und dem Märkischen Sauerland laufen. Stellvertretend für insgesamt 129 Projektgruppen der Tage vom 23. bis 26. Mai im Bistum Essen trafen sich zu Beginn der vergangenen Woche Vertreter aus allen Stadt- und Kreisdekanaten mit dem BDKJ. „Der Austausch zwischen den Regionen, Infos zur Kommunikation bei unvorhergesehenen Ereignissen und Dinge wie GEMA und Rechtsfragen haben wir mit Vertretern der Aktiven  vor Ortnoch einmal besprochen“, erklärt Lukas Hahne, Verantwortlicher für die 72-Stunden-Aktion in der Essener BDKJ-Zentrale. Aber der personelle, organisatorische und finanzielle Rahmen der Gruppen stehe. „Es ist nun Vorfreude spürbar.“

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Freuen können sich die über 3600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, obwohl bei der deutschlandweiten katholischen Sozialaktion  noch viel Arbeit bevorsteht. Für diese Stimmung sorgen der Wille, gemeinsam Sinnvolles zu tun, auch die Namen  der vielfältigen Projekte drücken das aus. Unter kreativen Überschriften  präsentieren sich etwa in Essen viele Gruppen. „Wir gehen ,Ab ins Beet‘ heißt zum Beispiel bei einer Gruppe, die am Steeler Franz Sales Haus aktiv wird. „Wir begrünen dort ein Stückchen Land mit Blumen, so dass sich die Vorbeikommenden daran freuen.“ Ganz anders engagieren sich Firmlinge unter dem Hashtag „typsachen“ im Bereich der Hilfe für wohnungslose Menschen. Während die „Drecksäcke“ in Essen ganz zentral vieles sauber machen: „Wir sammeln zwischen Ibis-Hotel und Haltestelle Hollestraße auf, was da nicht hingehört: Dosen, Plastik, Papier und mehr.“

In Mülheim stehen stadtweit unter vier Projekten die im Vordergrund, von denen die Jugendlichen erst mit dem Start erfahren.  Johannes Klamet, Projektreferent beim dortigen BDKJ, verweist auf gute Erfahrungen der Mülheimer Jugendlichen mit den Überraschungsprojekten.  „Wir haben auch aus der Zusammenarbeit früherer 72-Stunden-Aktionen jetzt wieder Partner an unserer Seite, die uns dann in das, was zu tun ist, einführen.“  Die jungen Aktiven liebten die Spannung im Vorfeld und den Reiz des Neuen. „Gerade das fasziniert, egal ob es um Caritas-Projekte für Menschen am Rand der Gesellschaft oder um die Vorbereitung von Festen geht.“

Viele Überraschungen in Mülheim

„Jugend-Aktive, die im Frühjahr noch durch andere Projekte zwischen Erstkommunionvorbereitung und einem Pfingstlager gebunden sind, sind zudem dankbar, wenn sie  erst mit   Bekanntgabe der Projekte in die 72-Stunden-Aktion starten.“

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Vielerorts stehen 2019  zwischen Lüdenscheid und Duisburg wiederVerschönerungs-, Gestaltungs- und Renovierungsaktionen auf dem Programm. Im Märkischen Sauerland renovieren Pfadfinderinnen und Pfadfinder den „Winkhof“ in Halver. Und abseits des kirchlichen Umfelds beteiligt sich die Gruppe „Burggymnasium Altena“, sie will selbst beim Neubauprojekt Waldbühne hinter ihrer Schule anpacken. Die Idee für ein 150 Plätze große Freilichttheater entstand erstmals in der Schulkonferenz. Für das laufende Waldbühnen-Programm im Wattenscheider Theater unter gleichem Namen übernehmen dagegen junge Menschen Verantwortung, die das Gelände in der selbstbewussten Teil-Stadt von Bochum vor dem Sommerspielbetrieb aufräumen, die Anlagen reparieren oder vieles in der Waldbühne neu streichen.

In Sachen Natur-Arbeit sind in der Grönemeyer-Stadt Bochum selbst diesmal die Bienen ein besonderer „Renner“: Weitmarer Pfadfinder und KJGler bauen und verteilen Bienenkästen, die KjG Christ-König unterstreicht mit ihrem Projekt „Rettet Sabiene – Rettet die Welt“, dass „Bienen uns weltweit und vielfach verbinden“. Die Gruppe will auf das Sterben der nützlichen Tiere aufmerksam machen, ihren Wert auch Kindern näher bringen und Bienen Lebensräume  schaffen.

Wiederum andere Akzente hat eine Gruppe von 15 Firmlingen an der Nordschiene des Reviers an der Grenze zum Münsterland gesetzt. Beim Firmwochenende, berichtet der angehende Patoralrefent Lukas Klein-Wiele,  entschieden sich die 15-und 16-Jährigen aus Gelsenkirchen-Resse für eine Spendenaktion zugunsten des Emmaus-Hospizes in ihrer Heimat Buer. Klar war: Allein um Sammeln kann es dabei nicht gehen. „Die Jugendlichen wollten im Vorfeld von Spendenbitten, mit denen sie an Menschen herantreten, sich selbst mehr über die Sitaution der Schwerstkranken und ihrer Anghörigen informieren“, erläutert Klein-Wiele. „Gebucht“ sei in Absprache mit den Firmlingen aber der Besuch beim Sozialarbeiter des Emmaus-Hospizes am Freitagmorgen der Aktion.

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Ebenfalls um Natur geht es der Gruppe um  Jugendleiter und BDKJ-Pressemann Ludger Klingeberg, diesmal aus   St. Ludgerus, Buer. Im „Grünen Klassenzimmer“ des Biomasseparks auf dem alten Zechengelände Hugo will seine Gruppe eine Pergola mit Regendach für  KiTa- und Schulgruppen schaffen.

Junge Besucher kommen hier seit rund zwei Jahren auf dem alten Industrieareal zusammen und pflegen Beete, pflanzen Gesundes und lernen dabei viel über die Natur. „Zwei Wochen vorher“, berichtet Klingeberg, „geht’s jetzt aktuell um die Leihe eines Baggers und um Betonmischer. Wenn wir dann bei der Aktion Fundamente ausheben und Träger für das Dach einbetonieren, setzen wir auf wärmeres und stabiles Wetter.“

Das Wetter, Kontakte zu den Menschen, die allen Gruppen helfen, und die Stimmung 14 Tage vor dem Event spricht auch Lukas Hahne vom BDKJ an. „Die Freude und die positive Anspannung ist groß, die Gruppen vor Ort sind in guten Kontakten mit Schirmherren  und Unterstützern. Wir spüren dabei, wie uns die gemeinsame Aktion bewegt.“ Spürbar wird diese Gemeinschaft auch zum Abschluss der 72 Stunden am 26. Mai ab 17 Uhr auf dem Essener Domplatz sein. „Mit BDKJ-Bundespräses Dirk Bingener und Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck feiern wir bei Video-Impressionen von denTagen, bei Musik und mit Erinnerung an die 72 Stunden. Wir hoffen, dass wir dann unsere Umgebung durch gemeinsame Anstrengung für Soziales und aus dem Glaubens verändert und besser gemacht haben.“

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