kfd-Bundesversammlung stimmt für offizielle Forderung der Öffnung aller Weiheämter

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) hat sich erstmals offiziell für die Priesterweihe von Frauen in der katholischen Kirche ausgesprochen. Die kfd-Bundesversammlung in Mainz hat heute ihr neues Positionspapier „gleich und berechtigt. Alle Dienste und Ämter für Frauen in der Kirche“ verabschiedet. Die 92 Delegierten aus den 20 kfd-Diözesanverbänden und dem Landesverband Oldenburg stimmten einstimmig dafür.

Das Purpurkreuz für eine geschlechtergerechte Kirche (v.r.): kfd-Bundesvorsitzende Mechthild Heil und die stv. Bundesvorsitzenden Monika von Palubicki und Prof’in Dr. Agnes Wuckelt. (Foto: kfd/Anne Orthen)

Die Kfz fordert „mit Nachdruck die volle Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Kirche und den Zugang von Frauen zu allen Diensten und Ämtern in der Kirche“, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes. „Wir sind stolz auf dieses starke Votum, das schwarz auf weiß bestätigt, wofür wir uns seit Jahrzehnten einsetzen. Das Papier zeigt auf, wie sehr die Kirche durch die Zulassung von Frauen zu allen Ämtern gewinnen könnte. Gleichzeitig steht es für die Kraft, den Willen und die Zuversicht von uns Frauen, endlich gleichberechtigt unsere Kirche zu gestalten und zu führen“, sagte Bundesvorsitzende Mechthild Heil.

m Positionspapier heißt es: „Alle Christinnen und Christen sind aufgrund ihrer Taufe dazu berufen, Zeugnis für das Evangelium zu geben, ihre Charismen einzusetzen und ihre Berufung zu leben. Nur wenn alle Charismen gelebt werden, kann die Kirche sich erneuern und zu dem werden, wozu sie bestimmt ist: Der Wirksamkeit und Liebe Gottes in der Welt Raum zu geben und sie zu gestalten.“  Dies kommentierte Heil mit den Worten: „Die Amtskirche spricht auch noch im 21. Jahrhundert Frauen per se die Berufung zum Weiheamt ab. Ein Vorgehen, das ich nicht akzeptiere, weil ich der tiefen Überzeugung bin, dass Frauen wie Männer gleichermaßen mit gottgegebenen Talenten gesegnet sind. Jede katholische Christin und jeder katholische Christ sollte ihrer und seiner Berufung folgen können.“
Seelsorge bedeute,  „die Menschenfreundlichkeit Gottes auf vielfältige Weise spürbar und greifbar werden zu lassen“, so die kfd. Das werd e im Miteinander auf allen verbandlichen Ebenen gelebt und erlebt. Es schmerze die kfd sehr, dass Seelsorgerinnen keine Sakramente spenden dürfen. „Frauen bleiben in unserer Kirche von Leitungsfunktionen, Diensten und Ämtern ausgeschlossen – nur weil sie Frauen sind. Das gehört endlich korrigiert“, beotnte Heil.

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