Krankenhausgesellschaft will Reform der Kliniklandschaft

Vor dem Krankenhausgipfel in Berlin hat sich der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, für eine Reform der Klinik-Landschaft ausgesprochen, die auch „einen Abbau von Parallelstrukturen zu Folge haben“ werde. „Eine verantwortliche Krankenhauspolitik muss drei Ziele in Einklang bringen: Qualität, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit. Diese Ziele sind teilweise gegenläufig“, sagte Gaß der „Rheinischen Post“ (Mittwoch).

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(Symbolfoto: pixabay)

Das Leitbild der Kliniken seien regionale Gesundheitsnetzwerke mit Versorgern, die sehr eng zusammenarbeiten, erläuterte er. „Die Maxime ist: mehr Kooperation, weniger Wettbewerb.“ Gaß betonte weiter: „Ich gehe davon aus, dass wir in fünf bis zehn Jahren weniger Krankenhausbetten haben, als das heute der Fall ist. Wir werden auch weniger Krankenhäuser haben.“

Gaß betonte, die Krankenhausstandorte müssten politisch verantwortlich anhand der bedarfsnotwendigen Fachdisziplinen und der Bevölkerungsdichte festgelegt werden. Bevölkerung und Mitarbeitern müsse das transparent erläutert werden. „Zu einer solchen Strukturreform reichen wir die Hand“, sagte Gaß mit Blick auf das Treffen der Klinik-Chefs mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am selben Tag.

kna

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