Bischöfe geben 500.000 Euro für Erdbebenopfer

Für die Opfer des jüngsten Erdbebens in Indonesien stellt die katholische Kirche in Italien 500.000 Euro bereitBischöfe geben 500.000 Euro für Indonesiens Erdbebenopfer
Rom – Für die Opfer des jüngsten Erdbebens in Indonesien stellt die katholische Kirche in Italien 500.000 Euro bereit. Wie die Bischofskonferenz (Samstag) weiter mitteilte, traf das Beben eine Region, die zudem stark unter der Covid-Pandemie leidet. Die Nachrichten aus dem Gebiet seien noch unvollständig, da auch das Kommunikationsnetz vom Beben getroffen sei. Am Freitagabend hatte auch Papst Franziskus zu Gebet und Hilfe für die Opfer aufgerufen.

Die Insel Sulawesi vor dem Erdbeben –Foto © Aagje De JongDreamstime.com

Für die Opfer des jüngsten Erdbebens in Indonesien stellt die katholische Kirche in Italien 500.000 Euro bereit. Wie die Bischofskonferenz (Samstag) weiter mitteilte, traf das Beben eine Region, die zudem stark unter der Covid-Pandemie leidet. Die Nachrichten aus dem Gebiet seien noch unvollständig, da auch das Kommunikationsnetz vom Beben getroffen sei. Am Freitagabend hatte auch Papst Franziskus zu Gebet und Hilfe für die Opfer aufgerufen.

Das Erdbeben der Stärke 6,2 hatte am frühen Freitag die Insel Sulawesi erschüttert. Der nationale indonesische Katastrophenschutz meldete bislang 42 Tote. Rund 630 Menschen wurden nach amtlichen Angaben verletzt und 15.000 obdachlos.

Hilfsorganisationen kündigen Unterstützung an

Nach einem schweren Erdbeben mit dutzenden Toten auf der indonesischen Insel Sulawesi am Freitag haben Hilfsorganisationen Unterstützung angekündigt. Papst Franziskus bekundete seine Betroffenheit. Er bete für die Verstorbenen, um Genesung für die Verletzten und Trost für alle Trauernden, hieß es in einem Telegramm an den Botschafter des Heiligen Stuhls in Jakarta, Erzbischof Piero Pioppo. Zugleich ermutigte er die Behörden sowie Such- und Rettungskräfte angesichts der Naturkatastrophe.

Das Beben der Stärke 6,2 hatte am frühen Freitag die Insel Sulawesi erschüttert. Der nationale indonesische Katastrophenschutz meldete bislang 42 Tote. Mehr als 630 Menschen wurden nach amtlichen Angaben verletzt, rund 15.000 obdachlos. Informationen aus Kirchenkreisen zufolge wollte Papst Franziskus ursprünglich 2020 nach Indonesienreisen. Wegen der Covid-Pandemie musste der Besuch vorläufig abgesagt werden.

Zerstörte Gesundheitsinfrastruktur als Herausforderung

„Wir stehen bereit, den betroffenen Menschen zu helfen, die nach dieser Katastrophe alles verloren haben,“ sagte der Leiter für Internationale Zusammenarbeit beim Deutschen Roten Kreuz, Christof Johnen. Eine besondere Herausforderung sei die zerstörte Gesundheitsinfrastruktur. Caritas international stellte für Betroffene 50.000 Euro Soforthilfe bereit. Lokale Einsatzteams leisteten bereits medizinische Nothilfe, so die Hilfsorganisation in Freiburg. In Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden vor Ort könnten Nahrungsmittel und Hygiene-Artikel bereitgestellt werden. Es sei von Dutzenden Toten und mehreren Hundert Verletzten auszugehen, so Caritas international.

Auch die Hilfsorganisation Help machte auf die Dringlichkeit der Lage aufmerksam. Unter den zusammengestürzten Häusern würden noch weitere Opfer vermutet, und die Situation sei aktuell unübersichtlich. Zusammen mit der Partnerorganisation vor Ort, der IBU Foundation, sei bereits begonnen worden, Hilfsgüter zu verteilen. Allerdings werde weitere Unterstützung in Form von Spenden benötigt.

Panik auf Sulawesi Erinnerung an Tsunami

Die Hilfsorganisation Save the Children will schnellstmöglich Soforthilfe leisten. Gerade für die Kinder und Jugendlichen, die schon das verheerende Erdbeben von 2018 mitbekommen hätten, sei die neuerliche Katastrophe besonders traumatisierend, erklärte der Leiter der Organisation für humanitärere Hilfe in Indonesien, Dino Satria. „Es wird wichtig sein, dass Kinder in allen Maßnahmen bevorzugt behandelt werden, da sie vielleicht schon von ihren Eltern getrennt wurden oder sogar den Tod geliebter Personen erleben mussten.“

Unter den Bewohnern der Insel Sulawesi sei in Erinnerung an das Erdbeben und den Tsunami vor zweieinhalb Jahren Panik ausgebrochen, berichtete die Zeitung „Jakarta Post“. Im September 2018 waren durch die Doppelkatstrophe rund 70.000 Menschen obdachlos geworden.

kna
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