Papst betet für Erdbebenopfer in Indonesien

Papst Franziskus hat Betroffenheit über das Erdbeben in Indonesien bekundet. Er bete für die Verstorbenen, um Genesung für die Verletzten und Trost für alle Trauernden.
Papst Franziskus hat Betroffenheit über das Erdbeben in Indonesien bekundet. Er bete für die Verstorbenen, um Genesung für die Verletzten und Trost für alle Trauernden, hieß es in einem am Freitag veröffentlichten Telegramm an den Botschafter des Heiligen Stuhls in Jakarta, Erzbischof Piero Pioppo. Zugleich ermutigte er die Behörden sowie Such- und Rettungskräfte angesichts der Naturkatastrophe.

Papst Franziskus (Archivfoto: © Palinchak | Dreamstime.com)

Papst Franziskus hat Betroffenheit über das Erdbeben in Indonesien bekundet. Er bete für die Verstorbenen, um Genesung für die Verletzten und Trost für alle Trauernden, hieß es in einem am Freitag veröffentlichten Telegramm an den Botschafter des Heiligen Stuhls in Jakarta, Erzbischof Piero Pioppo. Zugleich ermutigte er die Behörden sowie Such- und Rettungskräfte angesichts der Naturkatastrophe.

Das Beben der Stärke 6,2 hatte am frühen Freitag die Insel Sulawesi erschüttert. Der nationale indonesische Katastrophenschutz meldete bislang 42 Tote. Mehr als 630 Menschen wurden nach amtlichen Angaben verletzt, rund 15.000 obdachlos. Informationen aus Kirchenkreisen zufolge wollte Papst Franziskus ursprünglich 2020 nach Indonesien reisen. Wegen der Covid-Pandemie musste der Besuch vorläufig abgesagt werden.

Hilfswerke starten Nothilfe für Indonesien

Nach einem schweren Erdbeben mit dutzenden Toten auf der indonesischen Insel Sulawesi am Freitag haben unterdessen Hilfsorganisationen Unterstützung angekündigt. „Wir stehen bereit, den betroffenen Menschen zu helfen, die nach dieser Katastrophe alles verloren haben,“ sagte der Leiter für Internationale Zusammenarbeit beim Deutschen Roten Kreuz, Christof Johnen. Eine besondere Herausforderung sei die zerstörte Gesundheitsinfrastruktur.

Caritas international stellte für Betroffene 50.000 Euro Soforthilfe bereit. Lokale Einsatzteams leisteten bereits medizinische Nothilfe, so die Hilfsorganisation in Freiburg. In Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden vor Ort könnten Nahrungsmittel und Hygiene-Artikel bereitgestellt werden. Es sei von Dutzenden Toten und mehreren Hundert Verletzten auszugehen, so Caritas international.

Dringlichkeit der Lage

Auch die Hilfsorganisation Help machte auf die Dringlichkeit der Lage aufmerksam. Unter den zusammengestürzten Häusern würden noch weitere Opfer vermutet, und die Situation sei aktuell unübersichtlich. Zusammen mit der Partnerorganisation vor Ort, der IBU Foundation, sei bereits begonnen worden, Hilfsgüter zu verteilen. Allerdings werde weitere Unterstützung in Form von Spenden benötigt, betonte das Hilfswerk.

Die Hilfsorganisation Save the Children will schnellstmöglich Soforthilfe leisten. Gerade für die Kinder und Jugendlichen, die schon das verheerende Erdbeben von 2018 mitbekommen hätten, sei die neuerliche Katastrophe besonders traumatisierend, erklärte der Leiter der Organisation für humanitärere Hilfe in Indonesien, Dino Satria. „Es wird wichtig sein, dass Kinder in allen Maßnahmen bevorzugt behandelt werden, da sie vielleicht schon von ihren Eltern getrennt wurden oder sogar den Tod geliebter Personen erleben mussten.“

Erdbeben der Stärke 6,2

Bei dem Erdbeben der Stärke 6,2 kamen den Angaben örtlicher Medien zufolge bislang 37 Menschen ums Leben. Das Krankenhaus der 100.000-Einwohner-Stadt Mamuju sei durch das Beben dem Erdboden gleichgemacht worden. Nach Angaben der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) wurden mehr als 630 Menschen zum Teil schwer verletzt, mehr als 15.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Viele seien noch immer unter den Trümmern begraben.

Unter den Bewohnern der Insel Sulawesi sei in Erinnerung an das Erdbeben und den Tsunami vor zweieinhalb Jahren Panik ausgebrochen, berichtete die Zeitung „Jakarta Post“. Im September 2018 waren durch die Doppelkatstrophe rund 70.000 Menschen obdachlos geworden.

rwm mit kna
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