Friedensorganisationen fordern Abrüsten statt Aufrüsten

Die erneut gestiegenen weltweiten Militärausgaben sind aus Sicht von Friedensorganisationen „ein politischer, sozialer, ökologischer, ökonomischer und ethischer Skandal“.
Friedensorganisationen fordern Abrüsten statt Aufrüsten : Die erneut gestiegenen weltweiten Militärausgaben sind aus Sicht von Friedensorganisationen „ein politischer, sozialer, ökologischer, ökonomischer und ethischer Skandal“. Die erneut gestiegenen weltweiten Militärausgaben sind aus Sicht von Friedensorganisationen "ein politischer, sozialer, ökologischer, ökonomischer und ethischer Skandal". Gemeinsam warnten das Internationale Friedensbüro (IPB), die Ärzteorganisation IPPNW und das Juristenbündnis IALANA am Montag vor gesundheitlichen, humanitären und klimatischen Folgen von Aufrüstung. Auch das Netzwerk Friedenskooperative forderte ein Umdenken.

–Symbolfoto: Diego Grandi | Dreamstime.com

Die erneut gestiegenen weltweiten Militärausgaben sind aus Sicht von Friedensorganisationen „ein politischer, sozialer, ökologischer, ökonomischer und ethischer Skandal“. Gemeinsam warnten das Internationale Friedensbüro (IPB), die Ärzteorganisation IPPNW und das Juristenbündnis IALANA am Montag vor gesundheitlichen, humanitären und klimatischen Folgen von Aufrüstung. Auch das Netzwerk Friedenskooperative forderte ein Umdenken.

Der Geschäftsführer des Internationalen Friedensbüros, Reiner Braun, sprach von einer falschen Prioritätensetzung auf Rüstung und Krieg statt auf Humanismus. Es brauche mehr Geld für Wohnungen, Erziehung, Bildung, Wissenschaft, Soziales, Gesundheit oder Pflege. Mit Blick auf das Klima sagte Braun: „Militär ist und bleibt ein Klimakiller und wird durch Rüstungsausgaben weiter angeheizt.“ Das Gebot der Stunde sei Abrüstung.

Friedensorganisationen kritisierten Deutschland für Militärausgaben

Die Friedensorganisationen kritisierten Deutschland für seine Militärausgaben. Geld, das für Rüstung ausgegeben werde, fehle an anderer Stelle, etwa bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie oder der Klimakatastrophe, hieß es. Das Netzwerk Friedenskooperative forderte die jetzige und besonders die kommende Bundesregierung auf, der Aufrüstung ein Ende zu setzen, der Zwei-Prozent-Zielvorgabe der Nato eine klare Absage zu erteilen und Schritte hin zu einer konsequenten Abrüstung einzuleiten.

Die Bundesrepublik liegt auf der am Montag veröffentlichten aktuellen weltweiten Rangliste des schwedischen Friedensforschungsinstituts Sipri mit einem Anstieg von 5,2 Prozent auf geschätzte rund 53 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr auf dem siebten Rang. Laut Sipri verzeichnete Deutschland unter den ersten zehn Staaten zuletzt den größten prozentualen Anstieg.

kna
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