Gegner des Altenessener Krankenhausprojekts legen Beschwerde ein

Nach Abweisung der Einsprüche gegen die Kirchenvorstandswahl in St. Johann Baptist hat ein von einem Gemeindemitglied beauftragter Rechtsanwalt dem Bistum geschrieben.

(Foto: wiki05/wikimedia)

Im Streit um den Krankenhausneubau und die Kirchenvorstandswahl in der Essener Pfarrei St. Johann Baptist hat ein Mitglied der Initiative „Rettet St. Johann“ Beschwerde beim Bistum Essen eingelegt. Dies teilte das Bistum am Donnerstag mit. Das Beschwerde-Schreiben, das das Bischöfliche Generalvikariat am Dienstag erreicht hat, werde nun eingehend geprüft.

Mitglieder der Initiative hatten die Wahl des Kirchenvorstands im vergangenen Herbst angefochten, da es nach ihrer Ansicht hier formale Fehler gab. Nachdem zunächst der Kirchenvorstand diese Einsprüche abgelehnt hatte, haben sich die Beschwerdeführer an das Bistum als Berufungsinstanz gewandt.

„Die Prüfung ergab, dass keine Formfehler vorliegen. Der Einspruch wurde abgewiesen“, erläuterte ein Sprecher des Bistums. Daraufhin habe sich der neue Kirchenvorstand am Mittwochabend zu einer ersten Sitzung zusammengefunden.  Der Kirchenvorstand ist das Gremium, das das Vermögen der Pfarrei verwaltet und deshalb auch über Themen wie den geplanten Krankenhausneubau in St. Johann Baptist entscheidet.

Dort möchte der katholische Klinik-Betreiber Contilia ein neues, modernes Krankenhaus errichten und benötigt hierfür die Fläche des Marienhospitals sowie der benachbarten Pfarrkirche St. Johann Baptist. Bereits im Herbst hatte der Kirchenvorstand deshalb seine Bereitschaft erklärt, das Kirchengrundstück zu verkaufen. Nun muss der neugewählte Kirchenvorstand den Kaufvertrag verhandeln und am Ende – nach erneuter Beteiligung des Pfarrgemeinderates – zustimmen.

In dem Konflikt um den geplanten Abriss der Kirche St. Johann Baptist hatte sich Generalvikar Klaus Pfeffer am Montag mit einem offenen Brief  an die Gläubigen in der Altenessener Pfarrei St. Johann Baptist gewandt. Er könne die hohe Emotionalität, die in Pfarrversammlungen, Pfarrei- und Gemeindegremien sowie in den Medien zum Ausdruck komme, verstehen, versichert Pfeffer. Er fordert aber zugleich „alle Beteiligten nachdrücklich dazu auf, respektvoll miteinander umzugehen“.

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