Katholische Jugend berät über Zukunftsfragen 

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) befasst sich auf der kommenden Hauptversammlung mit Zukunftsfragen. Kurz vor der Europa-Wahl wollen sich die mehr als 100 Delegierten zu Themen wie Friedenspolitik, der Zukunft der Kirche in Deutschland, Datenschutz in der Jugendarbeit und einem starken Europa positionieren, wie der BDKJ am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte. Das höchste Gremium der katholischen Jugendverbände tagt vom 2. Mai bis 5. Mai auf Burg Rothenfels in der Nähe von Würzburg.

Thomas Andonie Foto: BDKJ-Bundesstelle / Christian Schnaubelt

Der Bundesvorsitzende Thomas Andonie betonte, die aktuelle Fridays-for-Future-Bewegung zeige, dass junge Menschen ihre Zukunft mitgestalten wollten. „Darum nehmen wir in Rothenfels Stellung zum Friedensprojekt Europa, das für uns zukunftsweisend ist.“ Auch Waffenexporte aus der EU an Drittstaaten stehen demnach im Rahmen eines Antrags zu Frieden und Sicherheit auf der Tagesordnung.

Das Thema sexualisierte Gewalt in der Kirche steht laut Ankündigung ebenfalls auf dem Programm. Der Sprecher der Missbrauchsopfer-Initiative „Eckiger Tisch“, Matthias Katsch, und die Theologin und Autorin Doris Reisinger werden demzufolge mit den Delegierten diskutieren, wie Aufarbeitung der katholischen Kirche weitergehen muss. Zu Gast bei der Hauptversammlung sei zudem der Vorsitzende der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, der Passauer Bischof Stefan Oster.

kna
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