Einbruchsserie in Kirchen

In den schwäbischen Landkreisen Augsburg und Dillingen sind Unbekannte binnen fünf Stunden in drei Kirchen eingebrochen, bei einem weiteren Gotteshaus blieb es beim Versuch. Die Taten geschahen am Sonntag zwischen 11.30 und 16.30 Uhr, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Polizei

(Symbolfoto: Ingo Kramarek/Pixabay)

Demnach wurden in Sankt Martin in Buttenwiesen-Pfaffenhofen zwei Opferstöcke und in Sankt Martin in Heretsried der Opferstock und der Tabernakel aufgebrochen. In Sankt Stephan in Zusamaltheim habe sich jemand zwar Zutritt verschafft, aber wohl nichts entwendet. Die Täter hätten zudem erfolglos probiert, die Türen von Sankt Jakobus in Villenbach aufzuhebeln. Die Polizei geht nach eigenen Angaben von mindestens zwei Tätern aus.

Das Bistum Augsburg teilte mit, zur Höhe des entstandenen Sachschadens gebe es noch keine verlässlichen Angaben. Besonders schlimm sei aber, das in Heretsried ein Gefäß mit konsekrierten Hostien aus dem Tabernakel gestohlen worden sei. „Diese Schändung der Kirche in Heretsried sorgt bei der Diözese und vielen Gläubigen für große Bestürzung.“

Domkapitular Harald Heinrich habe wegen der Vorkommnisse vorsorglich die Schließung aller Kirchen und Kapellen in den Dekanaten Augsburg-Land, Dillingen und Donauwörth außerhalb der Gottesdienstzeiten und ohne Aufsichten veranlasst. Diese Anordnung sei nur vorübergehend. Bis wann sie gelte, stehe noch nicht fest. „Es ist der Diözese jedoch ein großes Anliegen, Kirchen und Kapellen als Orte des Gebetes und der Einkehr sowie Ausdruck unserer christlichen geprägten Kulturlandschaft offen zu halten.“

Weiter hieß es, in der Diözese Augsburg gebe es weit mehr als 2.000 Kirchen und Kapellen. Einbruchversuche und insbesondere Opferstockdiebstähle habe es zu allen Zeiten gegeben. Besondere Auffälligkeiten seien dabei in den vergangenen Jahren nicht verzeichnet worden.

kna
Neues Ruhr-Wort

Kostenfrei
Ansehen