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Katholische Kirche unterstützt Demo gegen Höcke-Auftritt

Die katholische Kirche in Sachsen unterstützt die für Montagabend geplante Demonstration gegen den Auftritt von AfD-Politiker Björn Höcke bei der 200. Pegida-Kundgebung in Dresden. „Wir sind in der Verantwortung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Freistaat Sachsen“, sagte der Leiter des Katholischen Büros in Sachsen, Daniel Frank, am Montag auf Anfrage. Die Kirche dürfe nicht schweigen, „wenn Positionen laut werden, die geeignet sind, Hass zu schüren, die Gesellschaft auseinanderzureißen, Angst vor der Zukunft zu kreieren und die Würde des Menschen mit Füßen zu treten“.

Der Direktor der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen, Thomas Arnold, erklärte, dass die Kirche und auch die Katholische Akademie für eine offene Debatte stünden. „Aber irgendwann muss man auch sagen: Stopp, hier wird Freiheit benutzt, um die Würde des Menschen mit Füßen zu treten“, sagte er dem Kölner Internetportal domradio.de. „Wir brauchen keine Feuerteufel, sondern wir brauchen Friedensstifter“. Die AfD strebe immer weiter ins Rechtsextreme, so Arnold. Die Verbindung zu Pegida dürfe nicht akzeptiert und toleriert werden. Die Kirche dürfe sich nicht heraushalten, „wenn die Gesellschaft auseinanderzubrechen droht“.

Bild von Dieter_G auf Pixabay

Zur Demonstration gegen den Auftritt von Höcke hatten der CDU-Kreisverband Dresden, der FDP-Kreisverband Dresden und die Sächsische Bibliotheksgesellschaft aufgerufen. Weitere Unterstützer sind neben der katholischen Kirche auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), der neue Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (CDU) sowie der sächsische Landesverband der Jüdischen Gemeinden und die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen.

Die Organisatoren erwarten für die Kundgebung auf dem Dresdner Neumarkt um 18.15 Uhr rund 1.000 Teilnehmer. Bereits um 17 Uhr findet ein Friedensgebet in der Dresdner Kreuzkirche statt, um 18 Uhr ein weiteres in der Frauenkirche. Im Anschluss wollen sich die Teilnehmer dem Gegenprotest auf dem Neumarkt anschließen.

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