Katholische Frauen pochen auf Lohngerechtigkeit

Equal Pay Day Momente im Stadtmuseum Berlin, Ephraim Palais (Foto: Sandra Weller/ BPW Germany e.V.)

Vor dem „Equal Pay Day“ am Dienstag dringt der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) auf gleiche Verdienstmöglichkeiten für Frauen und Männer. „Wenn Frauen und Männer an Wert und Würde gleich sind, dann muss das auch für die Bezahlung gelten“, sagte KDFB-Vizepräsidentin Monika Arzberger am Donnerstag in Köln. Lohngerechtigkeit sei ein zentrales Thema für die Gleichstellung von Frauen.

Frauen häufig schlechter bewertet

Verantwortliche in Politik, Wirtschaft und Kirche müssten sich uneingeschränkt dafür einsetzen, so die Forderung des Verbandes. Gleichzeitig appellierte Arzberger an Frauen, sich offensiv mit dem Thema zu befassen. „Ziel muss die Abschaffung der bestehenden Lohnlücke sein“, betonte sie.

Trotz gleicher Qualifikation werde die Arbeit von Frauen nach wie vor häufig schlechter bewertet und bezahlt, bemängelte der Verband. Dabei hänge eine gesicherte Zukunft für viele Frauen von einem angemessenen Lohn ab. „Es ist unerheblich, ob eine Frau oder ein Mann Brot backt, Kranke pflegt oder eine Abteilung leitet“, so Arzberger. „Was zählt, ist die gerechte Entlohnung der Leistung, denn sie verringert das Risiko auf Altersarmut, von dem besonders Frauen betroffen sind.“

kna
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