Päpstlicher Orden für Luidger Wolterhoff

Der Gelsenkirchener Liudger Wolterhoff ist mit dem Päpstlichen Orden „pro ecclesia et pontifice“ geehrt worden, Bischof Franz-Josef Overbeck überreichte die Auszeichnung am Mittwochabend an den langjährigen Vorsitzenden des Diözesanrates der katholischen Frauen und Männer im Bistum Essen.

(Foto: Christian Schnaubelt)

Wolterhoff hatte im vorigen September seinen Rückzug aus dem Gremium angekündigt. Nach drei Jahrzehnten in dem Gremium, davon rund zehn Jahre in Leitungsverantwortung, wolle er das Amt für einen Nachfolger freimachen, sagte Wolterhoff, der beruflich in der Gelsenkirchener Stadtverwaltung als Dezernent für Arbeit und Soziales tätig ist. Die Vollversammlung im Essener Hotel Franz war damit die letzte unter seiner Verantwortung.

Auch Dorothee Möllenberg wird ausscheiden

Die vorgesehene Wahl zu Wolterhoffs Nachfolge mussten allerdings am Mittwochabend mangels Beschlussfähigkeit ausfallen; nur drei Mitglieder fehlten zu der für eine Wahl notwendigen Anwesenheit. Nach dem Ausscheiden Wolterhoffs ist die Neuwahl nun für vorgesehen. Hierbei wird auch Wolterhoff bisherige Mitvorsitzende Dorothee Möllenberg an der Spitze des höchsten Laiengremiums im Ruhrbistum ersetzt werden müssen. Möllenberg, seit 2011 Vorsitzende, wird zum 1. Juli 2020 Präventionsbeauftragte des Bistums Essen , ein Amt, das sich mit ihrer Funktion im Diözesanrat dauerhaft nicht verträgt.

In der Kapelle des Franz Sales Hauses feierte Bischof Overbeck zusammen mit dem Diözesanrat Gottesdienst. Er würdigte Wolterhoff als Mann, der sich als gläubiger engagierter Katholik in zwei Amtszeiten als Vorsitzender des Rates zur Verfügung stellte. Er habe Christen unabhängig von ihrer konservativeren oder eher voranstürmenden Prägung eine Stimme gegeben. Sein besonderes Anliegen im Ruhrbistum seien soziale Themen und Initiativen von Christen für Menschen in schwieriger persönlicher Situation gewesen.

Soziale und gesellschaftliche Fragen haben Amtszeit geprägt

Auch Wolterhoffs Co-Vorsitzende Dorothé Möllenberg betonte, dass gerade soziale und gesellschaftliche Fragen Wollterhoffs Amtszeit geprägt hätten. Zudem habe er versucht, alle Katholiken im Blick zu behalten und wichtige Veränderungen angestoßen.

Domkapitular Michael Dörnemann, Pastoraldezernent des Bistums Essen und Geistlicher Assistent des Diözesanrats, erinnerte an Wollterhoffs Vergangenheit in der kirchlichen Jugendarbeit. Als Vorsitzender des Diözesanrats habe er sich „in die Pflicht nehmen lassen, als man ihn rief“. In seinem Amt habe er sich stets für die „soziale und gesellschaftliche Mitverantwortung“ eingesetzt. Er habe die „Sorge für die Entwicklung des Ruhrgebiets“ wachgehalten und so die Rolle des Ruhrbistums als „Sozialbistum“ mitgeprägt.

Stärkung der Laien ein Anliegen

Zudem sei Wollterhoff die Stärkung der Laien in der Kirche ein besonderes Anliegen gewesen, erinnerte Dörnemann. So habe er sich für eine Satzungsänderung stark gemacht, nach der die Pfarrgemeinderäte nun in der Diözesanrats-Vollversammlung direkt als stimmberechtigte Mitglieder vertreten sind.

Unter seiner Führung habe der Diözesanrat das Laienapostulat im Bistum Essen verändert und weitere Veränderungen stünden an, sagte Bischof Overbeck. Dabei solle der Diözesanrat weiterhin mit seiner Energie auch seine missionarische Rolle ausüben und „nahe bei den Menschen sein“, betonte der Bischof.

Christoph Mauersmann stellte sich als Kandidat vor

Bei den Wahlen im November wird vermutlich auch der Bottrop Christoph Mauersmann als Kandidat für den Vorsitz antreten, der sich angesichts der ausgefallen Wahl lediglich vorstellte. Bis dahin muss aber erst der Wahlausschus des Rates neu zusammentreffen und die Kandidatensuche weiter fortgesetzt werden.

kna