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Wegen Corona: Pest-Ausstellung in Herne geht in die Verlängerung

Die Pest-Ausstellung im Museum für Archäologie in Herne geht in die Verlängerung. Ursprünglich hatte die Sonderschau zu einer der großen Geißeln der Menschheit am 10. Mai enden sollen.

Das Stundenbuch der Bonne von Luxemburg aus dem 14. Jahrhundert spiegelt in seinen Darstellungen das Erlebnis der Pest wider und mahnt an die Allgegenwärtigkeit des Todes.
Foto: LWL/S. Leenen

Die Pest-Ausstellung im Museum für Archäologie in Herne geht in die Verlängerung. Ursprünglich hatte die Sonderschau zu einer der großen Geißeln der Menschheit am 10. Mai enden sollen. Aufgrund der Corona-Pandemie sind die rund 300 Exponate zur Geschichte des „Schwarzen Todes“ nun bis zum 15. November zu sehen, wie die Verantwortlichen am Montag mitteilten.

Das Museum wird vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe unterhalten. Dieser gab bekannt, ab Dienstag alle 18 in seiner Trägerschaft befindlichen Museen wieder zu öffnen – allerdings unter Beachtung von besonderen Maßnahmen, die eine Ausbreitung des Coronavirus verhindern sollen. Die Sonderausstellung „PEST!“ beleuchtet die Geschichte der Krankheit von der Steinzeit über die verheerenden Folgen der Seuche im Mittelalter bis hin zum jüngsten Ausbruch 2017 in Madagaskar.

Das kleinste in Herne präsentierte Objekt ist ein unter dem Mikroskop zu sehendes Exemplar des Pest-Bakteriums Yersinia Pestis. Das größte Exponat ist der 1,2 Tonnen schwerer Anker der „Grand Saint Antoine“. Das Handelsschiff hatte 1720 die Pest nach Marseille gebracht. Es handelte sich um einen der letzten großen Ausbrüche der Krankheit in Europa.

kna
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