Steffen Schreyer wird Domkapellmeister in Essen

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Steffen Schreyer, seit 11 Jahren Direktor des Konstanzer Münsterchors, wird neuer Domkapellmeister in Essen. Er koordiniert ab 1. Januar die Chöre an der Essener Kathedralkirche und wird selbst den Mädchenchor und den Domchor leiten, wie das Ruhrbistum am Donnerstag mitteilte.
Essen – Steffen Schreyer, seit 11 Jahren Direktor des Konstanzer Münsterchors, wird neuer Domkapellmeister in Essen. Er koordiniert ab 1. Januar die Chöre an der Essener Kathedralkirche und wird selbst den Mädchenchor und den Domchor leiten, wie das Ruhrbistum am Donnerstag mitteilte. Der 1968 geborene Schreyer folgt als Domkapellmeister dem bereits vor fünf Jahren verabschiedeten Georg Sump und als Leiter des Mädchenchors Raimund Wippermann, der in den Ruhestand geht.

Neuer Domkapellmeister: Steffen Schreyer – Foto: Benjamin Arntzen

Steffen Schreyer, seit 11 Jahren Direktor des Konstanzer Münsterchors, wird neuer Domkapellmeister in Essen. Er koordiniert ab 1. Januar die Chöre an der Essener Kathedralkirche und wird selbst den Mädchenchor und den Domchor leiten, wie das Ruhrbistum am Donnerstag mitteilte. Der 1968 geborene Schreyer folgt als Domkapellmeister dem bereits vor fünf Jahren verabschiedeten Georg Sump und als Leiter des Mädchenchors Raimund Wippermann, der in den Ruhestand geht.

Schreyer hat ersten Einsatz am Neujahrstag

Als Professor für Chordirigieren wirkte Schreyer an der Aachener Kirchenmusikhochschule Gregoriushaus und an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Zudem leitet er seit zehn Jahren eine Chorleitungsklasse an der Freiburger Musikhochschule. Sein aus der Kinder- und Jugendchorarbeit am Konstanzer Münster hervorgegangenes Ensemble “VoiceMix” wurde mit dem Sonderpreis der Volks- und Raiffeisenbanken in der Kategorie “Vokalensemble” ausgezeichnet. Mit diesem Chor war Schreyer vor zwei Jahren auch Gast der sommerlichen Lunchkonzerte am Essener Dom.

Seinen ersten Einsatz hat Schreyer  am Neujahrstag um 18 Uhr beim Pontifikalamt mit Bischof Franz-Josef Overbeck. Das Essener Domkapitel hatte sich den Angaben zufolge nach einem aufwendigen Bewerbungsverfahren für Schreyer entschieden. Nun freut sich Dompropst Thomas Zander über Schreyers Zusage: „Mit ihm erhalten wir einen hervorragenden Kirchenmusiker und Dirigenten“. Schreyer werde „die erfolgreiche Arbeit mit dem Mädchenchor am Essener Dom fortsetzen und ebenso den Domchor leiten und weiter aufbauen“, erklärte Zander. Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Domkapellmeister und den anderen Musikern der Essener Dommusik.

Auszeichnung der Musikalischen Akademie in Stockholm

In Konstanz legten „zahlreiche, stets gut besuchte Veranstaltungen in Liturgie und Konzert Zeugnis ab vom guten Ruf, den die Ensembles der Münstermusik wie Münsterchor, Vokalensemble, Choralschola, Männerchor oder die Kinder-und Jugendkantorei unter seiner Verantwortung festigen konnten“, sagt der Essener Domorganist Sebastian Küchler-Blessing über seinen neuen Kollegen.

Der 1968 im bayerischen Gerolzhofen geborene Schreyer studierte Kirchenmusik und Konzertfach Orgel in Regensburg und München. Das Fach Chordirigieren vertiefte er durch ein Meisterklassenstudium in Stockholm und wurde zu seinem Abschluss für außergewöhnliche Leistungen als erster Dirigierabsolvent überhaupt mit dem Belöningsjeton, der Medaille der Musikalischen Akademie, ausgezeichnet. Wesentlicher Schwerpunkt Schreyers Arbeit ist das Musizieren mit Kindern und Jugendlichen.

Scheyer gründete er im Herbst 2001 den Kinderchor St. Gregorius in Aachen und führte seine Konstanzer Ensembles binnen kurzer Zeit zu hohen Ehrungen bei Chorwettbewerben wie dem Deutschen Chorwettbewerb in Weimar 2014, dem Landeschorwettbewerb 2017 und dem Deutschen Chorwettbewerb Freiburg 2018.  Auch beim Singen mit Erwachsenen zählt Schreyer zu den profilierten Chorleitern. So war er Chefdirigent des Slowenischen Kammerchores und konzertiert weiterhin mit seinem Profi-Ensemble, den Europäischen Vokalsolisten. Regelmäßig führt ihn seine Arbeit zudem mit Persönlichkeiten wie dem Schauspieler Klaus Maria Brandauer oder der Sopranistin Emma Kirkby zusammen.