„Hört anderen mal in Ruhe zu!“

Papst Franziskus hat die Christen vor einer „Taubheit des Herzens“ gewarnt. Solche innere Taubheit sei oft schlimmer als körperliche,
Vatikanstadt – Papst Franziskus hat die Christen vor einer "Taubheit des Herzens" gewarnt. Solche innere Taubheit sei oft schlimmer als körperliche, sagte er am Sonntag beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Er bezog sich dabei auf die Evangeliums-Lesung dieses Sonntags. "Von Eile getrieben, in der wir tausend Dinge zu sagen und zu tun haben, finden wir keine Zeit innezuhalten und denen zuzuhören, die zu uns sprechen", mahnte er.

Papst Franziskus. –Foto: © Jorge Silva | Dreamstime.com

Papst Franziskus hat die Christen vor einer „Taubheit des Herzens“ gewarnt. Solche innere Taubheit sei oft schlimmer als körperliche, sagte er am Sonntag beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Er bezog sich dabei auf die Evangeliums-Lesung dieses Sonntags. „Von Eile getrieben, in der wir tausend Dinge zu sagen und zu tun haben, finden wir keine Zeit innezuhalten und denen zuzuhören, die zu uns sprechen“, mahnte das Kirchenoberhaupt.

Menschen Zeit schenken

Dabei liefen Menschen Gefahr, „für alles undurchlässig zu werden und jenen keinen Raum zu geben, die es nötig haben, dass man ihnen zuhört“. Das gelte vor allem für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen. Viele von ihnen, fuhr er insbesondere an Priester und andere Seelsorger gewandt fort, bräuchten „nicht so sehr Worte und Predigten“, sondern dass man ihnen zuhört.

Jeder solle sich fragen, wie er Menschen Zeit schenken kann, die ihm nahestehen. Nicht durch Worte könnten abgebrochene Dialoge oft am besten wieder aufgenommen werden, „sondern durch Schweigen; dadurch, dass man sich nicht verheddert, sondern geduldig wieder anfängt, dem anderen zuzuhören, seine Mühen wahrzunehmen und das, was er in sich trägt“.

Papst Franziskus: „Jeden Tag ein wenig Stille und Zuhören“

Das setzt laut Franziskus auch voraus, auf Gott zu hören. Nicht umsonst beginne das wichtigste Gebot der Bibel mit dem Hinweis: „Höre, Israel“. „Wir sind zwar Christen, aber wahrscheinlich finden wir unter den Tausenden Worten, die wir jeden Tag hören, nicht mal ein paar Sekunden, um die Worte des Evangeliums in uns nachklingen zu lassen“, mahnte der Papst. Ein gutes Mittel dagegen seien „jeden Tag ein wenig Stille und Zuhören, ein paar weniger unnütze Worte und ein paar mehr Worte von Gott“.

kna

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