Pater Tobias meistert Herausforderung in der Antarktis

Pater Tobias Breer startete beim „White Continent Marathon“ auf King George Island und absolvierte einen Halbmarathon.
Pater Tobias meistert Herausforderung in der Antarktis

Pater Tobias Breer (r.) im Kreis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Laufs. –Foto: Privat

King George Island – Er lief bereits in  Asien, Afrika, Nordamerika – und selbstverständlich in Europa. Nun hat Pater Tobias Breer eine sportliche Herausforderung in der Antarktis gemeistert. Der Ausdauerläufer aus Duisburg startete beim „White Continent Marathon“ auf King George Island und absolvierte einen Halbmarathon.

Am Montag um 22 Uhr Ortszeit startete das Rennen mit einem kleinen Teilnehmerfeld bei eisiger Kälte von – 18 Grad. Pater Tobias war der einzige Deutsche, neben ihm war noch ein weiterer Europäer dabei. Der Sportler kam aus Polen. „Wir sind in der kalten Nacht gelaufen“, berichtet Pater Tobias.

Die komplette Distanz von 42,195 Kilometer konnte er nicht absolvieren, der Prämonstratenser nahm den Halbmarathon in Angriff. „Mehr ging dieses Mal nicht, meine Knie wollten nicht“, sagt der Marathon-Pater, der wieder als Botschafter der Stadt Duisburg unterwegs war und die Marke „Duisburg ist echt“ präsentierte.

Ungewohntes Streckenprofil

Das Streckenprofil war ungewohnt. Nach jeweils einem Kilometer musste die Gruppe umdrehen und wieder zurück zum Ausgangspunkt laufen. Die Höhenunterschiede machten es den Läufern nicht einfach. „Ich bin zufrieden, dass ich an den Start gehen konnte“, sagt Pater Tobias. „Es war sehr anstrengend.“

Glücklich war er über die Spendenbereitschaft, die es rund um den Lauf in der Antarktis gab. Pater Tobias nahm die extreme Herausforderung in Angriff, um Kinder der LVR-Christoph-Schlingensief-Schule in Oberhausen glücklich zu machen. Er wird den Schülern demnächst neue Sport-Rollstühle für den Unterricht übergeben. Einer kostet 2500 Euro.

Die Spendenbereitschaft war enorm

Die Spendenbereitschaft war enorm. 22.514,59 Euro waren kurz nach dem Lauf bereits zusammengekommen. So kann der Spendenläufer über sein Projekt LebensWert bereits neun Sport-Rollstühle finanzieren. „Ich bin begeistert, dass die Leute auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weiterhin meine sozialen Projekte unterstützen“, sagt Pater Tobias. „Wir wollen mindestens noch einen weiteren Sport-Rollstuhl finanzieren. Ich bin mir sicher, dass wir das gemeinsam schaffen werden.“ 2.485,41 Euro fehlen noch zum Ziel.

Seinen Ausflug in die Antarktis beschreibt er indes als „großes Abenteuer“. Nach dem Zieleinlauf blieb noch Zeit, sich die Umgebung anzuschauen. Pater Tobias besuchte unter anderem eine orthodoxe Kirche. Doch schon am späten Dienstag ging der Rückflug nach Punta Arenas in Chile. Schneefall und starker Wind zwangen die Gruppe zur Abreise. „Wenn wir nicht geflogen wären, hätten wir die ganze Woche in der Antarktis festgesessen“, sagt Pater Tobias.

Spendenkonto:
Projekt LebensWert
BIC: GENODED1BBE
IBAN: DE34360602950010766036
Spendenquittungen werden ausgestellt.