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Falscher Pastor zu 8.400 Euro Strafe verurteilt

(Symbolfoto: pixabay)

Das Amtsgericht Aichach in Bayerisch-Schwaben hat einen Mann wegen Missbrauchs eines religiösen Titels und Verleumdung zu einer Geldstrafe von 8.400 Euro verurteilt. Der 61-Jährige hat laut Gericht seine eigene Religionsgemeinschaft namens „Josua-Mission“ gegründet und sich Pastor genannt.

Dies sei aber eine eindeutige Amtsbezeichnung der evangelischen Kirche, so der Richter. Schwerer wiege ohnehin, dass der Mann auch noch ein Ex-Mitglied seiner Gemeinde fälschlicherweise des sexuellen Missbrauchs von dessen Töchtern bezichtigt habe.

„Im Prinzip sind’s nichts anderes als ein Autoverkäufer.“

Laut „Augsburger Allgemeine“ (Donnerstag) präsentierte der 61-Jährige in der Verhandlung in Sachen Anrede das Schreiben eines angeblichen früheren katholischen Priesters. Dieser habe ihm bescheinigt, Pastor sei ein zutreffender Titel für ihn, er sei schließlich ein „gesegneter Hirte, so wie es ein Pastor sein sollte“.

Der zuständige Richter indessen erwiderte der Zeitung zufolge: „Im Prinzip sind’s nichts anderes als ein Autoverkäufer.“ Nichts mehr und nichts weniger habe der Mann als Beruf erlernt.

kna
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