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Overbeck: Gemeinden in Amazonien kennen Situation ohne Messe bereits

ischof Franz-Josef Overbeck hat das Verbot von Gottesdiensten wegen der Corona-Pandemie in Deutschland mit der Lage in Amazonien verglichen. „Ich bin auch Adveniat-Bischof und denke an ganz viele Gemeinden und Pfarreien zum Beispiel in Amazonien, die diese Erfahrung, die wir gerade machen, immer haben. Sie können keine Messe feiern“, sagte Overbeck in der Podcast-Reihe „Himmelklar – Fürchtet euch nicht!“. Die Folge wurde am Ostermontag veröffentlicht.

(Foto: Bistum Essen)

Die Menschen in Amazonien könnten zwar zusammenkommen, aber „wichtig und wesentlich“ sei, dass sie die Messe nicht miteinander begehen könnten, sagte Overbeck. „Und so eine Form der Solidarität gehört auch zu meinem Alltag, und die lebe ich jetzt mit vielen anderen auch.“ Hintergrund der Situation in Amazonien ist der Priestermangel.

Als Militärbischof blicke er auch auf die Soldaten. Nicht immer könnten sie auf Priester zurückgreifen. „Das ist auch eine Form des Miteinandergehens, nämlich eine Form des Vermissens, was zu uns gehört. Sehr eingedenk zu sein und trotzdem Ostern feiern zu können“, sagte Overbeck mit Blick auf ausgefallene Gottesdienste an den Feiertagen.

Jetzt werde deutlich, dass das Problem, dass Gemeinden keine Priester hätten, von Deutschland aus gesehen gar nicht so weit weg sei. „Das ist schon lange bei uns, das will nur jeder nicht so wirklich wahrhaben, aber jetzt wird es eben deutlich“, betonte Overbeck.

„Die alten und die kleinen Gemeinden, die keine Priester mehr haben, mit denen sie hätten Gottesdienst feiern können, haben sich schon umgewöhnen müssen, was nicht nur übrigens ein Verlust, sondern auch ein Gewinn sein kann“, sagte der Essener Bischof. „Aber die Umstände, unter denen in Amazonien der Glaube überleben muss, sind sehr unterschiedlich zu denen, die wir hier haben. Und trotzdem gibt es ein paar Hinweise, die zumindest darauf hindeuten, dass wir doch oft mehr gemeinsam haben als wir denken.“

Der neue Podcast ist eine Gemeinschaftsproduktion der Portale domradio.de und katholisch.de mit der MDG Medien-Dienstleistungs GmbH, die kirchliche Medien berät, und dem Katholischen Medienhaus in Bonn, zu dem neben katholisch.de unter anderem auch die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) gehört. Außerdem können alle 27 katholischen Bistümer das Projekt für ihre eigenen Angebote nutzen. Der Podcast, der zunächst bis 30. April täglich laufen soll, ist auf den jeweiligen Internetseiten abrufbar sowie über Spotify und iTunes.

kna

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