Woelki und Rekowski rufen zu Mitgefühl in der Corona-Krise auf

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki und der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Manfred Rekowski, fordern Solidarität und Mitgefühl in der Corona-Krise. Gott sei den Menschen auch in dieser schwierigen Zeit nah, betonten sie am Dienstag während einer ökumenischen Andacht im Kölner Dom. „Gehen wir in Gedanken die Wege der anderen mit. Begleiten wir sie mit unseren Gebeten. Passen wir aufeinander auf. Bleiben wir – bei allen notwendigen Maßnahmen – in Kontakt! Und Jesus Christus geht mit – er geht voraus“, sagte Rekowski in seiner Predigt.

Kardinal Rainer Maria Woelki (Foto: © bilder-erzbistum-koeln.de/Reiner Diart)

Freude über die Osterbotschaft getrübt

Die Freude über die Osterbotschaft sei getrübt in diesen Tagen, bekannte Woelki. Das Virus verlange den Menschen viel ab. Allerdings gebe die Pandemie den Menschen auch die Möglichkeit, sich darauf zu besinnen, was wirklich zähle im Leben, nämlich die Liebe. „Es gibt in dieser Zeit ungezählte Beispiele von Liebe“, betonte der Kardinal und nannte Einkauf-Hilfen und das Nähen von Schutzmasken. Solche Zeichen der Nächstenliebe und Solidarität blieben auch nach der Krise. „Nehmen wir das Gute aus dieser Zeit mit und gestalten wir so unsere Zukunft“, sagte Woelki.

Der Gottesdienst fand ohne öffentliche Beteiligung statt. Er wurde online beim katholischen Kölner Internetportal domradio.de und auf den Internetseiten des Erzbistums Köln und der EKiR übertragen.

Weggemeinschaft Gottes mit den Menschen

Rekowski blickte in seiner Auslegung der biblischen Emmaus-Geschichte, in der zwei Jünger erst spät begreifen, dass ihr unbekannter Wegbegleiter der auferstandene Jesus ist, auf die Weggemeinschaft Gottes mit den Menschen. „Wir wollen wie die Jünger in Emmaus erkennen, dass sich in manchen Momenten zeigen kann: wir sind getragen von unserem Glauben an den lebendigen Gott. Trotz aller räumlichen Distanz voneinander sind wir verbunden im Glauben. Wir folgen Jesus Christus, dem Unbekannten, dem Auferstandenen. Und entdecken trotz allem: Christus an unserer Seite.“

kna
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