Kathedrale in Canterbury setzt auf Katzen in Gebets-Videos

Die Kathedrale von Canterbury setzt auf Katzen in Gebetsvideos. „Wir glauben, die Tiere stören die Andachten nicht zu sehr. Tiere zu sehen, kann Menschen sogar entspannen. Besonders jetzt, wo viele Einsamkeit spüren“, sagte Dekan Robert Willis der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstag). Seit dem Corona-Lockdown im März wird Willis bei seiner Morgenandacht im Garten der Kathedrale im Südosten Englands gefilmt. Die Videos wurden bei Youtube wegen der tierischen Gastauftritte berühmt und tausendfach abgerufen.

Die Kathedrale von Canterbury (Bild von Wolfgang Claussen auf Pixabay)

Der Dekan sagte, dass in den historischen Gärten Tiere wie Igel, Hühner, Schweine und auch vier Katzen lebten. „Bei einer der Aufnahmen entschied sich eine, auf den Tisch neben mir zu springen. Da dachte ich mir: Ich höre jetzt nicht auf, denn das gehört zum normalen Leben, so wie das Gebet und das Lesen der Schriften dazugehört. Für den Rest der Welt war das amüsant“, erklärte Willis. So steckte in einem Clip eine Katze ihre Pfote in ein Milchglas. Die Reaktionen hätten den Dekan gefreut, besonders eine Nachricht: „Ich kam wegen der Katzen, aber ich blieb wegen des Katechismus.“ Trotz des Erfolges der Video-Andachten hofft Willis, „dass die Besucher wiederkehren in die Kathedrale“.

kna
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