Lebenserwartung in Deutschland steigt

Die Lebenserwartung in Deutschland steigt weiter an. Heute geborene Mädchen können auf eine durchschnittliche Lebensdauer von 83,4 Jahren, Jungen von 78,6 Jahren hoffen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Die Zahlen liegen damit leicht (0,1 Jahre) über den vor einem Jahr ermittelten Werten. Zur Berechnung der aktuellen Lebenserwartung werten die Statistiker vor allem das Alter der in den vergangenen drei Jahren gestorbenen Bürger aus.

Senioren

Symbolbild von Sabine van Erp auf Pixabay

Wie sich die Lebenserwartungen in naher Zukunft weiter entwickelt, sei schwer vorauszusagen, so die Statistiker. Mehrere Berechnungsmodelle gingen aber von einer weiter steigenden durchschnittlichen Lebensdauer aus. So könnten heute geborene Frauen sogar im Schnitt bis zu 93 Jahre und Männer bis zu 90 Jahren alt werden.

Anstieg hat sich verlangsamt

Zuletzt stieg die auf der Basis der aktuellen Sterbezahlen errechnete durchschnittliche Lebenserwartung jährlich um rund 0,1 Jahre an. Vor einem Jahrzehnt hatte das jährliche Plus noch zwischen 0,2 und 0,3 Jahren gelegen. Der Anstieg hat sich damit verlangsamt.

Im Vergleich der einzelnen Bundesländer haben derzeit Frauen in Baden-Württemberg mit 84,2 Jahren sowie dort lebende Männer mit 79,8 Jahren die höchste Lebenserwartung. Die niedrigsten Werte berechnen die Statistiker für Frauen im Saarland mit 82,2 Jahren sowie für Männer in Sachsen-Anhalt mit 76,4 Jahren. Die Differenz in der Lebenserwartung zwischen den Geschlechtern zugunsten der Frauen ist mit 6,3 Jahren in Mecklenburg-Vorpommern am größten und in Hessen mit 4,3 Jahren am geringsten.

kna
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