Erdhummel siegt beim „Insektensommer”

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Die Erdhummel ist die Gewinnerin der Aktion „Insektensommer“ 2023 von den Naturschutzverbänden LBV und Nabu.
Die Erdhummel ist die Gewinnerin des „Insektensommers“ 2023.

Die Erdhummel ist die Gewinnerin des „Insektensommers“ 2023. Foto: Angela Maurer/ LBV

Hilpoltstein. Die Erdhummel ist die Gewinnerin des „Insektensommers“ 2023. Kein anderes Insekt haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Aktion der Naturschutzverbände Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) und Naturschutzbund (Nabu) in diesem Jahr so häufig beobachtet. Das teilte der LBV am Donnerstag im mittelfränkischen Hilpoltstein mit. Bundesweit hätten rund 14.000 Menschen (davon 1.000 aus Bayern) im Juni und August Sechsbeiner gezählt. Auf den Plätzen zwei und drei landeten den Angaben zufolge die Ackerhummel und der Siebenpunkt-Marienkäfer.

LBV-Insektenexpertin Tarja Richter sagte: „Insekten sind eine hoch spannende Artengruppe, die leider von einem konstanten Rückgang betroffen ist. Es freut uns, dass sich im Rahmen der Aktion wieder viele Menschen die Zeit genommen haben, sie genauer zu beobachten und kennenzulernen. Denn wir können nur schützen, was wir kennen.“

Schmetterlingsbestand nimmt ab

Besonders auffällig sind diesmal die wenigen Schmetterlingsmeldungen, wie es weiter hieß. Schuld daran ist Richter zufolge vermutlich eine Kombination aus verschiedenen Faktoren: „An regnerischen Tagen halten sich Schmetterlinge versteckt. Zudem machte es das häufig nasse Wetter im Frühjahr ihnen schwer, Nahrung zu finden und sich fortzupflanzen.“ Leider zeigten aber auch langfristige Beobachtungen, dass der Schmetterlingsbestand immer weiter abnehme, zum Beispiel wegen Lebensraum-Mangel. Das sei besorgniserregend, denn die Falter sähen nicht nur hübsch aus. „Schmetterlinge bestäuben viele Pflanzen und sind wichtige Nahrung für Vögel und Fledermäuse“, so Richter.

Wer einen Beitrag zum Schutz der Schmetterlinge leisten möchte, der kann im eigenen Garten beispielsweise heimische Pflanzen in die Erde bringen, wie Richter sagt. Sie verweist auf Arten wie die Kartäusernelke, das Wiesen-Labkraut und die Sal-Weide. „Damit die Falter, Puppen und Raupen geeignete Plätze zum Überwintern finden, ist es außerdem sinnvoll, Reisighaufen und etwas Laub im Herbst liegen zu lassen und die Stängel verblühter Pflanzen über den Winter stehen zu lassen.“

kna