Studie: Frauen arbeiten immer länger

In Deutschland arbeiten Frauen laut einer Studie immer länger. Nach dem Arbeitszeitmonitor der Universität Duisburg-Essen stieg ihre Wochenarbeitszeit von 2012 bis 2022 um 0,7 Prozent auf 31 Stunden.
Studie: Frauen arbeiten immer länger

Symbolbild von Photo Mix auf Pixabay

In Deutschland arbeiten Frauen laut einer Studie immer länger. Nach dem am Donnerstag veröffentlichten Arbeitszeitmonitor der Universität Duisburg-Essen stieg ihre Wochenarbeitszeit von 2012 bis 2022 um 0,7 Prozent auf 31 Stunden. Im selben Zeitraum sei die durchschnittliche Wochenarbeitszeit der Männer um 0,7 Prozent auf 38,5 Stunden gesunken. Insgesamt liege die Wochenarbeitszeit im Schnitt bei 34,9 Stunden und damit konstant auf dem Niveau von 2012.

Problematisch ist aus Sicht der Forschenden, dass Frauen bei steigender Arbeitsleistung weiter den Hauptteil der gesellschaftlichen Sorgearbeit übernehmen. Die geschlechtlichen Unterschiede (Gender Care Gap) seien im Betrachtungszeitraum zwar gesunken. Frauen leisteten aber noch immer 43,8 Prozent mehr Sorgearbeit.

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist ein schwindendes Interesse an der klassischen 40-Stunden-Woche bei Männern und Frauen. Bei Männern sei der Anteil der 40-Stunden-Kräfte zwischen 2012 und 2022 von 45,5 auf 42,7 Prozent gesunken, bei Frauen von 25 auf 22,2 Prozent. Zugleich steige der Trend zu längerer Teilzeitarbeit. Hier habe die Arbeitszeit 2012 im Schnitt bei 18,9 Stunden gelegen, 2022 bei 22,1.

kna

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