Erzbischof Schick ruft zum Einsatz gegen Rassismus auf

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat die Christen zum entschiedenen Einsatz gegen alle Formen von Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit aufgerufen. Dies gelte für das direkte Gespräch ebenso wie im öffentlichen Leben und in den Sozialen Netzwerken, schrieb Schick in seinem am Wochenende veröffentlichten Hirtenbrief zur Fastenzeit. „Jeder von uns kann im Alltag einen Beitrag zum Frieden leisten, indem er Frieden wünscht, Frieden hält, um den Frieden in der ganzen Welt betet und sich für Frieden mit allen seinen Möglichkeiten in der Politik und in der Zivilgesellschaft einsetzt.“

Erzbischof Schick (Foto: peb)

Bezug aufs Jahresmotto

Der Hirtenbrief soll in allen Gottesdiensten rund um den ersten Fastensonntag verlesen werden. Schick bezog sich in dem Schreiben auf das Jahresmotto des Erzbistums: „Gnade und Friede sei mit euch“.

Kirche solle ein Ort und Werkzeug des Friedens sein. „Friede besteht nicht darin, dass wir allen Problemen ausweichen oder sie unter den Teppich kehren. Friede besteht darin, Gerechtigkeit für alle anzustreben und darum zu ringen.“

Dialoge und Diskussionen nötig

Das bedeute auch, globale Gerechtigkeit anzustreben, etwa auch bei Naturgütern wie Land, Wasser und Bodenschätzen. Dafür seien Dialoge und Diskussionen sowie eine Politik nötig, die nicht populistisch und nationalistisch, sondern international und global denke und handele.

kna
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