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Merkel: Auch Männer müssen sich für Gleichberechtigung einsetzen

Angela Merkel (Foto Gerd Altmann/pixabay)

Trotz der Fortschritte bei Gleichberechtigung und Gleichstellung von Männern und Frauen in Deutschland bleibt aus Sicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch viel zu tun – auch Männer müssten sich einbringen, damit die Entwicklung voranschreite, sagte Merkel in einer am Samstag verbreiteten Videobotschaft.

„Fortschritte erzielt haben wir zum Beispiel im Bereich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, so die Kanzlerin. Der Anteil der berufstätigen Frauen liege zwar immer noch unter dem der Männer, sei 2018 aber deutlich auf 76 Prozent gestiegen. Dies sei vor allem über den Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz, den Rechtsanspruch für die unter Dreijährigen in der Betreuung sowie Elterngeld und Brücken-Teilzeit erreicht worden.

Merkel warb dafür, dass sich Männer stärker in die Familienarbeit einbringen, damit es auch in der Berufswelt eine Gleichberechtigung geben könne. Hier habe das Elterngeld bereits geholfen: 2018 hätten es 36 Prozent der Väter in Anspruch genommen, zehn Jahre zuvor seien es nur 21 Prozent gewesen. „Und ich kann alle Väter nur ermutigen, diesen Lebensabschnitt auch einmal wahrzunehmen, sich der Erziehung der Kinder zu widmen.“

Allerdings stünden Männer oft vor dem Problem, dass sie diesen Schritt schwerer begründen könnten. Das gelte auch für den Einsatz in der Pflege. Männer, die sich der Familienarbeit widmeten, müssten die gleichen Karrierechancen haben wie andere, forderte Merkel. „Da gibt es noch einiges zu tun. Aber gerade beim Verständnis von Männern bezüglich Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat sich in den letzten Jahren viel, ich will fast sagen Revolutionäres getan.“

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