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Katholische Schulen bereiten sich auf Öffnung vor

Die katholischen Privat-Schulen in Deutschland bereiten sich auf die schrittweise Öffnung der Einrichtungen vor. Zugleich warten sie in verschiedenen Bistümern noch die Empfehlungen der Kultusministerkonferenz (KMK) und deren Ausgestaltung durch die jeweiligen Landesregierungen ab, wie es hieß.

((Symbolfoto: Taken /Pixabay)

Der Chef der Freiburger Schulstiftung, Dietfried Scherer, und sein Rottenburger Kollege Joachim Schmidt nannten am Donnerstag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) den Transport der Jungen und Mädchen zu den Schulen als eines der größten Probleme. Dabei sind die privaten Träger auf die Kooperation der dafür zuständigen Kommunen und Kreise angewiesen.

Weil unklar ist, in welcher Klassenstärke der Unterricht stattfindet, müssen teilweise die Räume vermessen werden, um die Zahl der Schüler ermitteln zu können, die unter Einhaltung der Abstandsregeln maximal unterrichtet werden dürfen. Laut Scherer ist „Fantasie gefragt, wenn es nur kleine Räume gibt“.

Ein weiteres Thema ist der Umgang mit Masken. Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte dazu bundesweit einheitliche Regelungen gefordert und erklärt, im Unterricht sei bei Einhaltung der anderen Abstands- und Hygieneregeln das Tragen nicht nötig. Bei der Schülerbeförderung im Bus oder in den Pausen könne sie sich Masken vorstellen.

Das Erzbistum Hamburg erklärte, derzeit gehe es um „wirklich praktikable Lösungen“. Dazu stehe er in einem engen Austausch mit der Schulbehörde, sagte der Leiter der Schulabteilung des Erzbistums Hamburg, Christopher Haep.

„Wir werden die kommenden Tage und Wochen nutzen, damit unsere Lehrkräfte zunächst den Lernstand der Kinder und Jugendlichen abgleichen und den Wiedereinstieg einzelner Gruppen und Jahrgänge vorbereiten können“, so Haep. Auch er forderte klare Regelungen zur Gestaltung von Klassenräumen, zum Einhalten des notwendigen Abstandes sowie der Hygienevorschriften. „Und natürlich geht es darum, wie wir Risikogruppen unter Lehrkräften und Schülern schützen können.“

Wegen der Corona-Pandemie sind bundesweit alle Schulen seit Mitte März geschlossen. Am Mittwochabend hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten darauf geeinigt, die Bildungseinrichtungen ab dem 4. Mai schrittweise wieder zu öffnen. Dabei haben die Abschlussklassen Vorrang.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung kündigte am Donnerstag an, dass in der kommenden Woche zunächst weiterführende Schulen schrittweise wieder geöffnet werden sollen. Das Bistum Essen teilte mit, dass die Gebäude der weiterführenden Schulen derzeit einer Grundreinigung unterzogen und den Hygienevorschriften entsprechend hergerichtet würden. Vor dem Unterrichtsbeginn für die Schüler der Abschlussklassen werde eine Begehung der Schulen stattfinden.

Zu klären sei noch, wie mit den Lehrern zu verfahren ist, die zur Corona-Risikogruppe gehören. Die Zahl der Lehrer, die nicht in die Schule kommen kann, weil sie beispielsweise wegen des Alters zur Risikogruppe gehören, Vorerkrankungen haben oder schwanger sind, ist regional sehr unterschiedlich.

kna
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