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Bistum Essen bereitet Öffnung seiner Schulen vor

Nach der corona-bedingten Schließung bereitet das Bistum Essen die schrittweise Öffnung seiner weiterführenden Schulen vor. Die Gebäude werden derzeit einer Grundreinigung unterzogen und den Hygienevorschriften entsprechend hergerichtet, wie die Diözese am Donnerstag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) mitteilte.

((Symbolfoto: Taken /Pixabay)

Vor dem Unterrichtsbeginn für die Schüler der Abschlussklassen werde eine Begehung der Schulen stattfinden. Zu klären sei noch, wie mit den Lehrern zu verfahren ist, die zur Corona-Risikogruppe gehören. Betroffen von den aktuellen Maßnahmen seien zunächst sieben Schulen in bischöflicher Trägerschaft, hieß es.

Keine Klassenverbände in ursprünglicher Größe

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hatte am Donnerstag angekündigt, dass in der kommenden Woche zunächst weiterführende Schulen schrittweise wieder geöffnet werden sollen. Ab Donnerstag dürfen die landesweit rund 148.000 Schüler der jeweiligen Abschlussklassen zur Vorbereitung ihrer Prüfungen wieder in die Einrichtungen kommen. Zum Schutz vor einer Ausbreitung des Coronavirus soll es keine Klassenverbände in der ursprünglichen Größe geben. Weitere Hygienebestimmungen sollen noch ausgearbeitet werden.

Das katholische Bistum Essen ist Träger von neun Schulen, darunter ein Abendgymnasium und eine Förderschule. Hinzu kommen weitere fünf Schulen in der Diözese, die von anderen katholischen Einrichtungen, wie Ordensgemeinschaften oder der Caritas, getragen werden. Derzeit besuchen rund 7.500 Schüler die verschiedenen Schulen.

Experten sehen Schwierigkeiten bei Wiedereröffnung

Gleichzeitig warnten Bildungsexperten warnen bei der geplanten Wiedereröffnung von Schulen in der Corona-Pandemie vor Ungerechtigkeiten. Es brauche einen „Corona-Bonus“ für Schüler, die vor Abschlussprüfungen stehen, erklärte die Bildungsgewerkschaft GEW. Die GEW-Bundesvorsitzende Marlis Tepe sprach sich am Donnerstag dagegen aus, „Abschlussprüfungen jetzt auf Teufel komm raus durchzuziehen“. Das bringe Ungerechtigkeiten mit sich. Im Zweifel solle die Bewertung zugunsten des Schülers ausfallen. Die Länder müssten sich zudem darauf verständigen, „alle Abschlüsse und Noten gegenseitig ohne Wenn und Aber anzuerkennen“.

kna
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