Erstmals wieder öffentliche Gottesdienste in Italien

In Italien sind am Montag landesweit erstmals seit dem Corona-Lockdown am 9. März wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert worden. Katholische Messen fanden unter anderem im Mailänder Dom, in der Markuskirche in Venedig und den Basiliken Roms statt, aber auch in Wallfahrtszentren wie der süditalienischen Adria-Stadt Bari. Lokale Medien berichteten von geringen Teilnehmerzahlen. Durchgängig galten strikte Hygiene- und Schutzvorschriften wie das Abstandhalten und Tragen von Masken. Die Kommunion wurde den Gläubigen teils mit einer Hostienzange, teils mit Einweghandschuhen in die Hände gelegt, um direkten Kontakt zu vermeiden.

(Symbolfoto: Peggy Choucair/Pixabay)

Im Petersdom zelebrierte Papst Franziskus eine Gedenkmesse zum 100. Geburtstag von Johannes Paul II. An der Feier am Grab des polnischen Papstes nahmen ein Dutzend Personen teil, unter ihnen der polnische Botschafter beim Heiligen Stuhl, Janusz Kotanski. Er trug als einer der wenigen eine Mundschutzmaske. Abweichend von den in Italien geltenden Regeln sang im Vatikan auch ein Chor. Während der Kommunionsausteilung blendete der vatikanische Fernsehdienst das Altarbild ein.

Einhaltung der Schutzvorgaben

Papst Franziskus hatte am Sonntag die Einhaltung der Schutzvorgaben bei gemeinschaftlichen Gottesdiensten eingeschärft. In einigen Ländern hätten Feiern mit Teilnahme von Gläubigen schon wieder angefangen, in anderen würden die Möglichkeiten dazu geprüft. Dabei gelte es die Normen und die der Kirche gegebenen Vorschriften einzuhalten, sagte er beim Mittagsgebet im Vatikan.

Der Petersdom ist ab Montag wieder für Besucher zugänglich, jedoch unter Wahrung der üblichen Schutzvorkehrungen. Die Krypta mit den Gräbern der Päpste sowie der Aufgang zur Kuppel bleiben wegen der engen räumlichen Verhältnisse geschlossen.

kna
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