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Missbrauchsbeauftragter Rörig: Thema muss Chefsache werden

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, hat die Ministerpräsidenten aller Bundesländer aufgefordert, das Thema Missbrauch zur Chefsache zu machen. Das sei eine nationale Daueraufgabe, sagte Rörig am Dienstag im Bayerischen Rundfunk. „Jede Landesregierung sollte sich selbst ins Stammbuch schreiben, wenn sie nicht das Maximale tut, um diese abscheulichen Verbrechen zu verhindern.“ Denn dann setze sie sich im Ergebnis der Duldung dieser Verbrechen aus.

Johannes-Wilhelm Rörig (Foto:Christine Fenzl / www.christinefenzl.com)

Lobend äußerte sich Rörig über Nordrhein-Westfalen. Im Zuge der Aufklärungsarbeit um die Missbrauchsfälle in Bergisch Gladbach sei dort der Kampf gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen jetzt zur Chefsache erklärt worden. Das Land sei aktuell Vorbild für alle 15 Landesinnenministerien und Landesinnenminister. Angesichts der Dimension des Falls zeigte sich der Missbrauchsbeauftragte überrascht: „Als ich diese Zahlen gehört habe, war ich natürlich auch erschüttert, obwohl ich mich tagtäglich mit diesen dunklen Kapiteln unserer Gesellschaft befassen muss.“

Mehr als 30.000 Verdächtige

Bei den Ermittlungen wegen Kindesmissbrauchs und Kinderpornografie sind die zuständigen Kräfte in Nordrhein-Westfalen laut Mitteilung auf Spuren von mehr als 30.000 Verdächtigen gestoßen. Vergangenen Oktober war es zur ersten Festnahme eines mutmaßlichen Täters gekommen.

kna
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