Generalvikar Pfeffer: Priestertum der Frau dauert noch

Nach Einschätzung des Essener Generalvikars Klaus Pfeffer wird es noch viele Jahre dauern, bis es in der katholischen Kirche Priesterinnen gibt. In der aktuellen Ausgabe der Podcast-Reihe „Himmelklar“ verwies er auf die weltkirchliche Dimension des Themas. Die Geschichte zeige aber auch, dass Veränderungen schnell gehen können. „Wenn bestimmte Dinge in Staaten, Ländern, aber auch in Religionen nicht mehr schlüssig sind und von der breiten Mehrheit der Menschen nicht mehr verstanden werden, dann können Veränderungen plötzlich rasend schnell gehen.“ Das halte er in dieser Frage für nicht ausgeschlossen.

Generalvikar Klaus Pfeffer (Foto: Achim Pohl | Bistum Essen)

Ganz viele Katholiken in Deutschland, die treu zur Kirche stünden, trügen viele ihrer überkommenen Lehren nicht mehr mit, so Pfeffer. In dieser Situation sei es erst einmal wichtig, das Gespräch über alle Fragen zuzulassen. Die Generation seiner Eltern und Großeltern habe sich kaum getraut, etwas Abweichendes von der offiziellen Lehre der Kirche zu sagen. „Diese Tabus aufzubrechen, mal auszusprechen, was wir wirklich denken, wo wir Fragen und Zweifel haben, das ist, glaube ich, ein ganz wichtiger Schritt gewesen, den wir in den letzten Jahren auch in unserem Bistum gegangen sind.“

Gespräch Voraussetzung dafür, dass „Entwicklung in Gang kommen kann“

Das setze auch Reformprozesse in Gang, betonte der Generalvikar. „Wenn plötzlich deutlich wird, dass eine ganze Reihe von Menschen in bestimmten Fragen anders denkt, dann passiert etwas.“ Darum halte er den derzeitigen Reformdialog Synodaler Weg der deutschen katholischen Kirche für enorm wichtig, auch wenn andere sagen, da werde nur geredet und es komme nichts heraus. Das offene Gespräch sei eine Voraussetzung dafür, „dass überhaupt Entwicklung in Gang kommen kann“.

kna

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