Bischöfe beraten zu Corona

Die bayerischen katholischen Bischöfe haben auf ihrer dreitägigen Herbstvollversammlung in München intensiv über den weiteren Umgang mit Corona beraten. Angesichts der bevorstehenden „dichten Zeit“ von Gräberbesuchen im November, Advent und Weihnachten ermutigten sie die Pfarrgemeinden am Donnerstag, alle Möglichkeiten bei Gottesdiensten und Brauchtumspflege wie dem Martinsumzug auszuschöpfen. Die Bischöfe gehen davon aus, dass sich bis Jahresende die Rahmenbedingungen wie Abstandsregeln nicht ändern werden.

Kardinal Marx (Foto: Schnaubelt)

Den Bischöfen sei „das Signal wichtig: Die katholische Kirche wird an den großen Festen für alle Gläubigen da sein“, heißt es in der Abschlusserklärung. „Gerade an Weihnachten soll niemand ausgeschlossen werden, der einen Gottesdienst feiern möchte.“ Denkbar seien mehrere Feiern, teilweise auch im Freien. Bei Angeboten im Internet wollen sich die sieben bayerischen Diözesen weiter vernetzen. Dazu ermutigten sehr hohe Zugriffszahlen und neue Formate der Verkündigung, die in Bistümern, Verbänden und Gemeinden entwickelt worden seien.

Gottesdienstbesuch merklich zurückgegangen

Der Vorsitzende der Konferenz, der Münchner Kardinal Reinhard Marx, sagte, niemand wisse, wie lange die Krise noch dauere. In der Kirche gebe es wie in der Gesellschaft auch die ganze Bandbreite von Reaktionen, von Angst und Sorge bis zu Ungeduld. Der Gottesdienstbesuch sei merklich zurückgegangen. Schutzmaßnahmen vor Ansteckung hätten weiter ihre Berechtigung. „Religionsfreiheit bedeutet nicht die Freiheit, die Gesundheit anderer zu gefährden“, sagte Marx.

kna
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