Erzbistum Köln kommentiert Papst-Aussagen

Die Aussagen von Kardinal Woelki zum Hintergrund seiner Auszeit seien korrekt. darauf hat das Erzbistum Köln am Dienstagabend mit einer Stellungnahme hingewiesen.
Die Aussagen von Kardinal Woelki zum Hintergrund seiner Auszeit seien korrekt. Darauf hat das Erzbistum Köln am Dienstagabend mit einer Stellungnahme hingewiesen. Wie Kardinal Woelki bereits vor einiger Zeit ausgeführt habe, „hatte er tatsächlich den Wunsch, angesichts der starken Belastung, die großen, 30-tägigen Exerzitien nach dem hl. Ignatius von Loyola zu machen“. Dass daraus aber eine viereinhalbmonatige Auszeit geworden sei, „geht auf den Wunsch des Heiligen Vaters zurück“, teilte das Erzbistum Köln mit.

Kardinal Woelki –Foto: rwm

Die Aussagen von Kardinal Woelki zum Hintergrund seiner Auszeit seien korrekt. Darauf hat das Erzbistum Köln am Dienstagabend mit einer Stellungnahme hingewiesen. Wie Kardinal Woelki bereits vor einiger Zeit ausgeführt habe, „hatte er tatsächlich den Wunsch, angesichts der starken Belastung, die großen, 30-tägigen Exerzitien nach dem hl. Ignatius von Loyola zu machen“. Dass daraus aber eine viereinhalbmonatige Auszeit geworden sei, „geht auf den Wunsch des Heiligen Vaters zurück“, teilte das Erzbistum Köln mit.

Erzbistum Köln: Woelki habe Auszeit ebenfalls gewollt

Auch die Aussage, Papst Franziskus habe um Rücktritt gebeten, stehe „letztlich in Verbindung mit den Aussagen von Kardinal Woelki. Der Papst hat die Bitte geäußert, Kardinal Woelki möge das Amt als Erzbischof von Köln zur Verfügung zu stellen, der Kardinal hat diese Bitte mit in sein Gebet genommen und dann in der Haltung innerer Freiheit den Amtsverzicht angeboten. So wurde es auch kommuniziert“. erklärte die Erzdiözese.

Von weiteren Visitationen sei dem Erzbistum indessen nichts bekannt. „Kürzlich“ habe die Bischofskongregation des Hl. Stuhls dem Kölner Erzbischof „im Rahmen eines Briefes von Kardinal Ouellet einen ordnungsgemäßen Umgang bei der Finanzierung der Gutachten zum Umgang mit sexualisierter Gewalt sowie der weiteren Verwendung der Mittel eines Erzbischöflichen-Fonds bescheinigt“. Grundlage dafür sei die Prüfung durch den Präfekten der Kleruskongregation gewesen

Zu weiteren Äußerungen oder Maßnahmen der Bischofskongregation könne nur diese selbst sich äußern. „Auch bitten wir um Verständnis, dass wir weitere Aussagen des Heiligen Vaters nicht kommentieren“, heißt es in der Stellungnahme. Zuvor war bekannt geworden, das Papst Franziskus ohne äußeren Druck über das Rücktrittsangebot des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki entscheiden wolle. Daher werde er noch abwarten, kündigte der Papst in einem am Dienstag veröffentlichten Gespräch mit kirchennahen Journalisten aus zehn Ländern an. „Unter Druck ist es nicht möglich, zu unterscheiden“, fügte Franziskus hinzu.

In dem Interview enthüllte er, dass er auf die krisenhaften Vorgänge in Deutschlands größtem Bistum mehr und direkteren Einfluss genommen hat als bislang bekannt. Wörtlich sagte der Papst: „Als die Situation sehr turbulent war, bat ich den Erzbischof, für sechs Monate wegzugehen, damit sich die Dinge beruhigten und ich klarer sehen konnte. Denn wenn das Wasser aufgewühlt ist, kann man nicht gut sehen. Als er zurückkam, bat ich ihn, ein Rücktrittsgesuch zu verfassen. Er tat dies und gab es mir.“

Franziskus sagte weiter, seither warte er auf eine Klärung der Lage. Mit Blick auf Woelki erläuterte er: „Ich habe ihn an seinem Platz gelassen, um zu sehen, was passieren würde, aber ich habe sein Rücktrittsgesuch in der Hand.“ Es gebe zahlreiche Gruppen, „die Druck machen“. Weiter deutete der Papst an, dass er eine erneute Untersuchung im Erzbistum Köln „in Erwägung“ ziehe, bei der es um finanzielle Probleme gehe.

rwm/kna

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