Bischof Bode: Werden in Rom für katholische Diakoninnen werben

Werbung
Bei den Gesprächen der deutschen Bischöfe kommende Woche in Rom will Osnabrücks Bischof Franz-Josef Bode noch einmal für mehr Verantwortung von Frauen in der katholischen Kirche werben.
Osnabrück – Bei den Gesprächen der deutschen Bischöfe kommende Woche in Rom will Osnabrücks Bischof Franz-Josef Bode noch einmal für mehr Verantwortung von Frauen in der katholischen Kirche werben. Das betreffe auch das Amt einer Diakonin, sagte er am Sonntag vor Journalisten in Osnabrück.

Bischof Dr. Franz-Josef Bode auf der Abschlusspressekonferenz der dritten Synodalversammlung des Synodalen Weges. – FOTO: Synodaler Weg/ Maximilian von Lachner

Bei den Gesprächen der deutschen Bischöfe kommende Woche in Rom will Osnabrücks Bischof Franz-Josef Bode noch einmal für mehr Verantwortung von Frauen in der katholischen Kirche werben. Das betreffe auch das Amt einer Diakonin, sagte er am Sonntag vor Journalisten in Osnabrück.

Längerfristig wolle man zudem die Argumentationen für die Priesterweihe von Frauen öffnen, auch wenn gerade dies sehr kontrovers diskutiert werde. Das jüngst vom Vatikan vorgestellte Arbeitsdokument für die zweite Phase der vom Papst ausgerufenen Weltsynode “sagt klar: Überall weltweit will man einen anderen Umgang zwischen Männern und Frauen in der Kirche”, betonte Bode.

Bei ihren am Montag beginnenden Gesprächen in der Kurie werde man “alle strittige Punkte des Reformprojekts Synodaler Weg ansprechen”, betonte Bode. Der so genannte Ad-limina-Besuch der Bischöfe im Vatikan werde dieses Mal ein besonders schwieriger, räumte er ein. Die Vorbereitung der Treffen in den Kurienbehörden und mit dem Papst sei nicht einfach gewesen. Der Bischof äußerte sich während des Jahrestreffens der katholischen Journalistenschule ifp in Osnabrück.

Am Freitag werden laut Bode alle gut 60 Bischöfe und Weihbischöfe aus Deutschland mit den Leitern von einem knappen Dutzend Kurienbehörden beim Papst sein. Den ganzen Vormittag über soll es in dem Gespräch um Themen des Synodalen Wegs gehen. Als Kernthemen nannte er christliche Anthropologie und die Gender-Thematik sowie das Verhältnis von Seelsorge und kirchlicher Lehre. “Wie wirkt sich die Lebenswirklichkeit von Menschen als Zeichen der Zeit auch auf die Lehre aus?”, so der stellvertretende Vorsitzende der Bischofskonferenz.

Die Entscheidung des Papstes, die Weltsynode um ein Jahr zu verlängern auf zwei Bischofsversammlungen 2023 und 2024, nannte Bode mutig. Dies gebe Gelegenheit, über die oft grundsätzlichen Fragen auch unter Gläubigen ausführlicher zu sprechen. Schon der Synodale Weg in Deutschland zeige, dass es “nicht einfach ist, in einer solchen Bandbreite von Meinungen einen gemeinsamen Weg zu gehen”. Trotzdem suchten die deutschen Bischöfe nach möglichst viel Einmütigkeit. Dann müssten Anliegen in die Weltkirche eingebracht werden. Dennoch sei klar: “Absolute Vereinheitlichung ist in der Kirche nicht mehr machbar.”