Krankenhäuser: Protest vor NRW-Landtag

Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. (KGNW) ruft zu einer Protestkundgebung am 20. September in Düsseldorf auf, um der „Berliner Ampel“ politischen Druck zu machen. Auch die Krankenhäuser im Leistungsverbund der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH beteiligen sich am Protest.
Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. (KGNW) ruft zu einer Protestkundgebung am 20. September in Düsseldorf auf, um der „Berliner Ampel“ politischen Druck zu machen. Auch die Krankenhäuser im Leistungsverbund der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH beteiligen sich am Protest.

Der Landtag in Düsseldorf (Foto: © Tupungato – Dreamstime.com)

Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. (KGNW) ruft zu einer Protestkundgebung am 20. September in Düsseldorf auf, um der „Berliner Ampel“ politischen Druck zu machen. Auch die Krankenhäuser im katholischenLeistungsverbund der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH beteiligen sich am Protest, die im Raum Gelsenkirchen, Gladbeck und Bottrop unter anderem insgesamt sechs Krankenhäuser bereit hält. „Es geht nicht mehr anders: Wir müssen ein deutliches und lautes Signal in Richtung Berlin senden“, sagt Susanne Minten, Geschäftsführerin der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH. „Wenn die Bundesregierung nicht endlich handelt und die Versorgungsstruktur Krankenhaus nicht sofort ausreichend finanziert, dann ist bald Ebbe in den Krankenhauskassen und dann kommt ein wichtiges Standbein der öffentlichen Daseinsvorsorge, die Struktur Krankenhaus, an ihre Grenzen.“

Nach Ansicht der Deutschen Krankenhaus Gesellschaft (DKG) und der nordrhein-westfälischen Krankenhaus Gesellschaft (KGNW) gilt für die Krankenhäuser in Deutschland, in NRW und in der Region Ruhrgebiet fortgesetzt die „Alarmstufe Rot“. Das hat, so Susanne Minten, auch mit einer Art von Verantwortungsflucht der Ampel-Koalition zu tun: „Berlin scheint nicht zu verstehen, dass wir im Mittel zum Beispiel bei den Personalkosten mit Steigerungen von über zehn Prozent und bei den Sachkosten von über sechs Prozent zu rechnen haben.“Die Steigerung der Personalkosten ergebe sich aus den Tarifsteigerungen, die die Bundesregierung mit verhandelt habe und jetzt jede Antwort in Sachen Refinanzierung verweigere.

„Und bei den Sachkostensteigerungen schlägt u.a. die Inflation heftig zu, ohne dass eine belastbare Zusage aus Berlin zum Thema Kompensation des Inflationsanstiegs vorliegt“, so Minten weiter. „Weil Briefe, Meetings und Gespräche offenbar nicht reichen, tragen wir am 20. September unsere Anliegen und unseren Protest jetzt, bildlich gesprochen, auf die Straße und vor den Landtag von NRW und sind damit Teil von bundesweit stattfindenden Protestveranstaltungen der Krankenhäuser und ihrer Mitarbeitenden in ganz Deutschland.“ Alleine aus Reihen der Krankenhäuser der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH werden den Angaben zufolge rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 20. September per Bus nach Düsseldorf fahren – ausgestattet mit Protestplakaten und Trillerpfeifen.