Weltkirche-Bischof Meier: Mehr Druck auf Nicaraguas Regierung

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Der Weltkirche-Beauftragte der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Augsburgs Bischof Bertram Meier, fordert mehr Druck auf die Regierung von Nicaragua.

Der Weltkirche-Beauftragte der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Augsburgs Bischof Bertram Meier, fordert mehr Druck auf die Regierung von Nicaragua. Deutschland, die EU und die internationale Staatengemeinschaft müssten bei Präsident Daniel Ortega entschlossener als bisher die Achtung der Menschenrechte einfordern, sagte Meier dem “Fränkischen Tag” (Donnerstag).

Kritiker werden systematisch verfolgt und mundtot gemacht, mit Blick auf Nicaragua noch von einer Demokratie zu sprechen, spricht den Opfern des Regimes Hohn, immer stärker treten Züge eines gewaltsamen Unrechtsregimes hervor.” Meier betonte: “Als Kirche in Deutschland bleiben wir solidarisch an der Seite unserer christlichen Schwestern und Brüder in Nicaragua – und auch an der Seite des ganzen Volkes, das der massiven Unterdrückung ausgesetzt ist.”

Die katholische Kirche, Nichtregierungsorganisationen und unabhängige Medien hatten in den vergangenen Jahren immer wieder systematische Menschenrechtsverletzungen kritisiert und die Freilassung von politischen Gefangenen gefordert. Inzwischen sind tausende zivilgesellschaftliche Organisationen verboten. Hunderte Oppositionelle wurden des Landes verwiesen.

Erst im August wurde der Jesuitenorden, dem auch Papst Franziskus angehört, in Nicaragua für illegal erklärt und die Beschlagnahmung seines Vermögens angeordnet. Die Behörden behaupten, der Orden habe es versäumt, Steuererklärungen abzugeben. Dies entbehre jeder rechtlichen Grundlage, so die Jesuiten.

Bei der Anordnung zur Auflösung des Ordens handelte es sich nur um die jüngste in einer Reihe autoritärer Maßnahmen der nicaraguanischen Regierung gegen die katholische Kirche und Oppositionelle. Zuvor hatte die Regierung die Jesuitenuniversität von Zentralamerika in Nicaragua beschlagnahmt, der Hochschulbetrieb wurde eingestellt. Die Uni war 2018 ein Zentrum von Protesten gegen das Ortega-Regime.

kna