Vorbestrafter Aachener Ex-Weihbischof wechselt nach Würzburg

Nach seiner Verurteilung wegen Untreue wurde Johannes Bündgens als Weihbischof in Aachen in den Ruhestand versetzt. Jetzt wechselt er als Pfarrer in das bayerische Bistum Würzburg.
Nach seiner Verurteilung wegen Untreue wurde Johannes Bündgens als Weihbischof in Aachen in den Ruhestand versetzt. Jetzt wechselt er als Pfarrer in das bayerische Bistum Würzburg.

Weihbischof Johannes Bündgens – Foto: © Bistum Aachen-Andreas Schmitter

Der wegen Untreue verurteilte frühere Aachener Weihbischof Johannes Bündgens (68) verlässt sein Heimatbistum Aachen und zieht nach Würzburg. Er wird dort aber keine bischöflichen Aufgaben übernehmen, wie das Bistum Würzburg am Mittwoch mitteilte. Bündgens werde zum 1. August als Ruhestandspriester mit dem Titel “Pfarrer” im Südosten der Stadt einen Seelsorgeauftrag übernehmen.

Im Oktober 2022 war ein Strafbefehl des Amtsgerichts gegen Bündgens rechtskräftig geworden. Weil er 128.000 Euro von einer dementen Bekannten veruntreut hatte, erhielt er eine Freiheitsstrafe von neun Monaten, die zur Bewährung auf zwei Jahre ausgesetzt wurde. Zudem wurde dem Geistlichen eine Geldbuße von 5.000 Euro auferlegt. Einen Monat später versetzte Papst Franziskus Bündgens in den Ruhestand.

Seit Bekanntwerden des Vorwurfs Ende 2019 hatte der Geistliche seine bischöflichen Ämter ruhen lassen und die Öffentlichkeit gemieden. 2006 war er zum Weihbischof ernannt worden. Ein Weihbischof unterstützt den Diözesanbischof bei der Leitung eines Bistums. Er übernimmt bestimmte Aufgaben, darunter vor allem Firmungen.

kna

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