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Bischof Genn: Reformdebatte in der Kirche unterstützen

Münsters Bischof Felix Genn bittet die Katholiken seiner Diözese darum, die Reformdebatte der deutschen katholischen Kirche zu unterstützen. Dies könne durch Anregungen auf der Homepage des sogenannten Synodalen Wegs oder durch Gebet geschehen, heißt es im am Wochenende veröffentlichten Fastenbrief des Bischofs. Die Kirche in Deutschland und im Bistum Münster sei durch die sexuellen Missbrauchstaten „in einem gewaltigen Umbruch“. Die Reformdebatte Synodaler Weg solle helfen, die Problemfelder anzuschauen und Lösungen zu finden.

(Foto: pbm)

Beim Synodalen Weg beraten die katholischen Bischöfe und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) über die Zukunft kirchlichen Lebens in Deutschland. Die Initiative ist auf zwei Jahre angelegt. Schwerpunktthemen sind die Sexualmoral, die priesterliche Lebensform, Macht und Gewaltenteilung sowie die Rolle von Frauen in der Kirche.

Auf die vom Geist Gottes vermittelte Gabe zur Unterscheidung vertrauen

Genn räumte ein, dass viele die Reformdebatte mit großer Skepsis sehen. Für die einen sei sie nur dann ein Erfolg, wenn „Lösungen rauskommen, die sie sich wünschen“. Die anderen hielten den Prozess von vornherein für zum Scheitern verurteilt, weil er Spaltung und keinen Frieden in die Kirche bringe. Der Dialog könne aber gelingen, wenn dem anderen zugehört und das Gesagte aus der Heiligen Schrift heraus gedeutet werde. Zudem komme es darauf an, auf die vom Geist Gottes vermittelte Gabe zur Unterscheidung zu vertrauen. „Wir können dabei wirklich auf die große Quelle zurückgreifen, die uns im Heiligen Geist gegeben worden ist“, so der Bischof.

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