Bätzing hält Lockerungen beim Zölibat für Priester für möglich

(Foto: Bistum Limburg)

Der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hält Lockerungen beim Zölibat für möglich. „Ich glaube, dass es nicht schadet, wenn Priester verheiratet sind, weil sie dann auch diese Erfahrungen einbringen können“, sagte er am Dienstagabend im „heute-journal“ des ZDF. Er sei schon lange der Ansicht, dass die Kirche „beide Formen“ ermöglichen solle.

Am Mittag hatten die katholischen Bischöfe Bätzing bei ihrer Frühjahrsvollversammlung zum Nachfolger von Kardinal Reinhard Marx gewählt. Die Bischofskonferenz dient der Förderung gemeinsamer Aufgaben, der Beratung und der Koordinierung der Arbeit. Sie gibt Richtlinien vor und pflegt Verbindungen zu anderen Bischofskonferenzen. Die Amtszeit des Vorsitzenden beträgt sechs Jahre. Er ist nicht der „Chef“ der anderen Bischöfe, sondern eher eine Art Sprecher. Er koordiniert und moderiert nach innen und repräsentiert nach außen. Dabei ist er „an die Beschlüsse der Vollversammlung gebunden“.

Bischöfe setzen Vollversammlung in Mainz fort

In Mainz setzen die deutschen katholischen Bischöfe ihre Vollversammlung fort. Am heutigen Mittwoch steht unter anderem eine Aussprache zur Amazonas-Synode und dem Schreiben von Papst Franziskus auf der Tagesordnung. Darin hatte Franziskus Umweltverschmutzung und Menschenrechtsverletzungen in Südamerika angeprangert.

Zugleich lehnte er Weiheämter für Frauen vorerst ab und ging auf die von der Weltbischofssynode angeregte Lockerung beim Priester-Zölibat nicht ein. Ein weiteres Thema des bis Donnerstag dauernden Treffens ist das künftige Vorgehen bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals.

kna

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