Patientenschützer Brysch: In Altenpflege droht eine Katastrophe

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnt vor katastrophalen Zuständen in der Altenpflege. Während die Politik sich intensiv um die Medizin kümmere, würden Pflegekräfte, Angehörige und Pflegebedürftige allein gelassen, sagte Vorstand Eugen Brysch dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwoch). Die Bundesregierung müsse die Altenpflege zur Chefsache machen. Der Staat müsse für Verteilungsgerechtigkeit sorgen.

„Pflegebedürftige, ihre Angehörigen und die Altenpflegekräfte sind die Verlierer, wenn es um die Verteilung von Desinfektionsmitteln, Atemschutzmasken, Handschuhen und Schutzbrillen geht“, beklagte Brysch. „Es ist unverantwortlich, die Altenpflege schutzlos dem ungezügelten freien Markt auszuliefern.“

Brysch schlug vor, dass Bundeswehr und Hilfsorganisationen die Ausgabe von Schutz- und Pflegemitteln organisieren könnten. Auch die Ausgabe von Bezugsscheinen ließe sich schnell realisieren. Versandhändler könnten den Vertrieb übernehmen. „Zur Not bitten wir China bei der Produktion um Unterstützung. Tausende von Flugzeugen stehen nutzlos herum, um die Dinge herbeizuschaffen“, so der Stiftungsvorstand.

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