Schwestern freuen sich über viele Gebetsanliegen

Schwestern freuen sich über elf Seiten Gebetsanliegen per E-Mail

Die Essener Franziskusschwestern und fünf weitere Ordensgemeinschaften im Bistum Essen beten täglich in den Anliegen der Menschen, die ihre Bitten online übermittelt haben. Sie laden weiter Menschen ein, ihnen ihre Anliegen per E-Mail oder über eine spezielle Internetseite zu schicken – und haben schon viele Gebetsanliegen erhalten.

(Symbolfoto: pixabay)pixa

„Beten? Das können wir“, sagt Franziskusschwester Judith Schmidt. Zusammen mit ihren 16 Mitschwestern gehört Schwester Judith zu einer der derzeit sechs Ordensgemeinschaften im Bistum Essen, die in der Corona-Krise Gebetsanliegen per E-Mail in ihre täglichen Gebetszeiten einbauen. „Wir haben jetzt schon elf Seiten mit Gebetsanliegen bekommen“, freut sich die Generaloberin, die das Essener Mutterhaus der Franziskusschwestern leitet. „Ich habe alle ausgedruckt und in eine besondere Mappe gelegt. Jeden Nachmittag von drei bis vier Uhr beten wir jetzt in den Anliegen der Menschen, die uns diese E-Mails geschrieben haben“, sagt Schwester Judith. Neben den Franziskusschwestern beten dann auch Schwestern der fünf indischen Karmelitinnen mit, die ebenfalls in dem Kloster in Essen-Borbeck zu Hause sind.

Mit den Gebetsanliegen „kommt auch ein Stück von der oft schwierigen Situation der Menschen da draußen hier in unser Kloster“, sagt Schwester Judith. Nicht, dass die Nonnen nichts mitbekommen würden von geschlossenen Schulen, Läden und Unternehmen in der Corona-Krise. Doch angesichts der Ausgangsbeschränkungen und mehreren Schwestern in hohem Alter fehlt es auch den Kloster-Bewohnerinnen am Austausch mit ihrer Umgebung – da sind die Gebetsanliegen per E-Mail ein ungewohnter, aber für ihre Mitschwestern und sie durchaus angemessener Kontakt, sagt die fröhliche 72-Jährige. „Das Gebet ist unser Beitrag in dieser Situation.“

Das Projekt „Wir beten für Sie“ geht weiter: Wer sein Gebetsanliegen per E-Mail an gebet@bistum-essen.de schickt oder – auf Wunsch auch anonym – auf der Internetseite gebet.bistum-essen.de einträgt, kann sicher sein, dass es wenig später in Schwester Judiths Mappe landet – und in den Gebetszeiten von derzeit fünf weiteren Ordensgemeinschaften im Ruhrbistum.

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